Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- Das hebräische Gymnasium in Jerusalem
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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folgende Jahre je 5000 Frcs. dem Gymnasium zugewendet. Wir haben in Jerusalem ein weiteres Komitee gebildet und auch in Jaffa mehrere Herren für die Mitarbeit gewonnen. Das Komitee des Gymnasiums besteht jetzt aus folgenden Mitgliedern: Ben-Jehuda, Eisenstadt, Direktor Levy, Dr. Masie, Professor Schatz, Dr. Segall, Direktor Solomiak und Dr. Weitz in.Jerusalem; Feldmann, Dr. Ruppin, Dr. Metmann, Scheinkin und Dr. Thon in Jaffa. Die tüchtigen Lehrkräfte, die wir gewonnen haben, sind uns eine Gewähr dafür, daß sich unsere Schule in günstiger Weise entwickeln wird." Auszug aus den Statuten. § 5. Ordentliche Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von 30 Frcs § 6. Durch Einzahlung eines einmaligen Beitrages von 250 Frcs. wird man lebenslängliches Mitglied. § 7. Immerwährendes Mitglied mit der Bezeichnung Stifter ist, wer einen einmaligen Betrag von 1000 Frcs. entrichtet hat. X Sidon. Der Weg von Tyrus nach Sidon (Saida) dauert etwa sechs Stunden. Er führt die Küstenebene entlang, die sich gegen Beirut hin fortwährend verbreitert. Ungefähr acht Kilometer von Tyrus entfernt überschreitet man den Litanifluß (Nahr el Kasimije), nächst dem Jordan den größten Fluß Syriens, der in fortwährenden Windungen mit starker Strömung sich den Weg zum Meere bahnt. An mehreren Stellen trifft man auf alte Gräber und Höhlen. Etwa nach einem Viertel des Weges trifft man links auf die Ruinen der antiken Stadt Adlun, und in der Nähe davon auf einen weiten Höhlenbau, der angeblich aus den ersten christlichen lahrhunderten stammen soll. Der Boden ist überall gut angebaut. Im Osten wird die Ebene durch den Libanon begrenzt, an dessen Abhängen und Ausläufern zahlreiche Dörfer zerstreut liegen, die von kleinen Waldungen umgeben sind. Auch zahlreiche Ruinen erblickt man hier und dort, so auch eine auf halbem Wege, an einem an den Strand gerückten Hügel, neben einem kleinen Hügel: Sarafend geheißen, das „Zorfat" der Bibel, das einst Eliahu besucht hat. Die Tradition bezeichnet sogar den Ort, wo der Prophet gewohnt hat, und es steht hier sowohl eine christliche Kapelle als auch eine Moschee. Schon von ferne erblickt man Sidon in seiner ganzen Pracht inmitten eines Waldes grüner Gärten, umspielt von zahlreichen Bächen, im Anblick des Libanon im Osten und des blauen Meeres im Westen. Der erste Eindruck der Stadt ist ein guter. Es gibt große Häuser und Hotels darin. Die Hauptstraße ist breit und belebt, die anderen Gassen allerdings sind zum Teile so schmal, daß man gleichzeitig die gegenüberstehenden Mauern mit ausgestreckten Händen berühren kann. Die Stadt ist sauberer als irgend eine arabische Stadt, dank dem guten Einflüsse der christlichen Bevölkerung. Unter den zwei größeren Hotels gehört eines Maroniten. Im letzten Jahre hat die Regierung in Obergaliläa gute Straßen angelegt, und jetzt kann man bereits zu Wagen von Metullah^ Safed und Rosch-Pinah nach Beirut fahren — v/obei man Sidon passiert. 238