Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 9-10
- Article
- Von der zionistischen Jahreskonferenz
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 3)
- Language
- German
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sei keine befriedigende, durch die Konstitution nicht im Wesentlichen verändert. „Ausdehnung der eigenen Positionen, türkische Untertanenschaft und Organisation" seien die Hauptmittel der Abhilfe in dieser Beziehung- Aus dem Berichte Dr. Bodenheimers über die Arbeit des jüdischen Nationalfonds sei hervorgehoben, daß der Fonds nunmehr die dritte Million überschritten hat und daß seit einem Jahre der Wert von Grundbesitz und Anlagen in Palästina von 523.299 33 auf 813.928 20 Mark gestiegen ist, was im Wesentlichen durch die Erwerbung des Landes von Merchawjah für die Siedlungsgenossenschaft mit 186.87687 Mark und die Kosten der Errichtung von Gebäuden in Dagania bedingt ist. Die Anlagen für die Oelbaumpflanzungen in Palästina sind von 217.3C039 auf 328 570 56 Mark gestiegen und die Beteiligung des Nationalfonds an der PLDC ist im Laufe der Zeit auf 232.200 Mark angewachsen. Organisatorisch sind Aenderungen insoferne geplant, als die Oelbaumspende, die bisher einen eigenen Verein gebildet hat, wieder dem NF enge unterstellt wird, daß dieser ferner der PLDC, die ihre noch nicht beträchtlichen Mittel freimachen muß, einen Teil ihrer Besitzungen wieder abnimmt. Ferner wird die Errichtung eines Fonds für die langfristigen Kredite in Gemeinschaft mit der A. Pal. Comp, geplant. Im Interesse der Organisation der kulturellen Arbeiten wird von J. Feldstein die Anregung gegeben, ein kulturelles Zentralinstitut in Palästina einzurichten, dessen Aufgabe es sein soll, die gesamte Kulturarbeit, wie auch die Arbeit für die Verbreitung der hebräischen Sprache in Palästina und im Orient einzuleiten. Für einen eisernen Fond hat Feldstein selbst 40.000 Frcs. zur Verfügung gestellt. SJfc Die Einwanderung der jemenitischen Juden. Seit etwa dreiviertel Jahren nimmt die Einwanderung von Juden Südarabiens, die vor nahezu drei Jahren begonnen hat, immer größere Dimensionen an. Nach einer Darstellung im „Hapoel Hazair", die noch vom Juni herrührt, habe dieselbe binnen 6 bis 7 Monaten gegen 1200 Personen in das Land gebracht. Die völlige Verelendung dieses jüdischen Volkselements, die Verfolgungen, welchen sie in ihrer Heimat ausgesetzt sind, zwingen sie zur Auswanderung, ihr vererbter religiöser Sinn treibt sie nach Palästina. Hier obliegt einerseits der Bevölkerung der Hafenstädte, andrerseits den Kolonisten die verantwortliche Aufgabe, für die primitivste Lebenserhaltung der oft völlig heruntergekommenen Auswanderer Sorge zu tragen. Die Leitung und Durchführung dieser Aufgabe wird größtenteils vom Palästinaamt in Jaffa und von den Arbeiterorganisationen besorgt. In Nummer 18 bis 20 werden Vorschläge gemacht, die momentane Hilfeleistung zu verbessern: durch den Bau von Emigrantenhäusern — weil die übliche Art der Unterbringung in Scheunen, Kellern usw. gesundheitlich nachteilig ist — sanitäre Aufsicht, die Einrichtung von Kinderhorten. Zur dauernden Befestigung ihrer Position wird der Bau von eigenen 211