Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 7-8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Weizen, Gerste, Hafer angestellt. Aber leider sind die Versuchsresultate, obwohl sie mit einer chemischen Bodenanalyse belegt sind, nicht entsprechend behandelt. Es ist somit kein Wunder, wenn der Verfasser nicht zu den erwarteten Schlüssen gelangt. Apfelbaum setzt seine Abhandlung über den Zitrusbau in Palästina fort, ohne sie abzuschließen. In einem Artikel: „Ueber die rationelle Fütterung von Milchkühen" stellt Dr. Zagorodsky in sehr populärer Form die Grundlehren der Fütterung mit besonderer Berücksichtigung des Milchviehes dar. Ueber das Wesen und die Bedeutung der Gewinnbeteiligung der Arbeiter im landwirtschaftlichen Betriebe, sowie über die in dieser Hinsicht bisher gewonnenen Erfahrungen berichtet Franz Oppenheimer sehr eingehend. In einem weiteren Artikel „Saisonfragen" behandelt Dr. Zagorodsky die Vorteile des Mähens bei Leguminosen gegenüber dem Pflücken, die nicht bedingte Notwendigkeit der Behäufelung der Hackfrüchte in Palästina und endlich die Bedeutung der Frühlings- und Sommerackerung. Der Gründer des hebräischen Gymnasiums in Jaffa, Dr. Metmann-Kohen, gibt ein ausführliches Verzeichnis der Gemüse- und Gewürzpflanzen, alphabetisch geordnet nach den hebräischen Namen. DasVerzeichnis umfaßt 86 Pflanzen. Neben den hebräischen Namen sind auch die wissenschaftlichen sowie die in deutscher, arabischer und auch in russischer Sprache angegeben. Dieses Verzeichnis bedeutet nicht nur eine Bereicherung der botanischen Literatur Palästinas, indem die Pflanzen hier vom Gesichtspunkte des Nutzens für den Menschen geordnet erscheinen, sondern auch einen Beitrag zur hebräischen Terminologie. Ueber meteorologische Beobachtungen und namentlich über Regenmessungen in einigen jüdischen Stationen berichtet Dr. Rosenfeld. Der Verfasser, der die Gründung neuer Stationen in jüdischen Kolonien angeregt und mit Hilfe des Palästinaamtes auch einige eingerichtet hat, berichtet über die Regenmessungen in jüdischen Stationen im Jahre 1910—11, nämlich in Kastinie, Ben-Schemen, Chulda und in den Jahren 1907,8—1911/12 zu Rosch-Pina. Es wäre wünschenswert, das Netz der meteorologischen Stationen dichter auszubauen, was für die Erforschung des Klimas Palästinas unbedingt notwendig ist. „Die Zukunft des Orangenbaues in Palästina" behandelt der erste Artikel des dritten Heftes. Dr. Zagorodsky, der Autor dieses Artikels, geht von der Tatsache aus, daß die Monokultur im Allgemeinen von der Gefahr einer Krisis immer bedroht ist, bespricht die Art und die Möglichkeit einer solchen, die bezüglich der Orange eventuell eintreten könnte und kommt schließlich zu dem Schlüsse, daß Palästina, trotz der Bestrebungen der konsumierenden Länder, sich durch einheimische Produktion von den gegenwärtigen Produktionsländern (Italien, Türkei) unabhängig zu machen, ohne jede Besorgnis seinen Orangenplantagenbestand auf das mehrfache ausdehnen kann. Der Tierarzt Samsonow schildert auf Grund der Anatomie und Physiologie des Pferdefußes die Bedeutung des Hufeisens für die Leistungsfähigkeit des Pferdes, verwirft das im Lande übliche arabische Hufeisen, aber auch die aus Rußland und Deutschland eingeführte Hufeisenform, weil diese für den warmen Süden ungeeignet seien und kommt zu dem Schlüsse, daß nur das in Frankreich allgemein übliche Hufeisen dem Bedürfnisse Palästinas entsprechen würde. Eine sehr akute Frage behandelt Paskai in seinem Artikel 196