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Palästina · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 147

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Gründer
Date
1912-01-01
Page
Seite 147 (sequence 5)
Language
German
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der Soldat saß noch da und kaute mit seinen harten Zähnen wie mit Mahlsteinen. „Ibn Mustapha!" rief der Soldat Salim zu, der vor ihm wie ein Sklave stand — geh, mein Lieber, bring mir ein fettes Schaf, weil ich diese Nacht einen Schmaus gebe, zu dem viele Gäste geladen sind." (Schluß folgt.) S\ Nachrichten und Miszellen. Der Bau des Technikums in Haifa. Hierüber berichtet der „Jewish Chronicle" folgendes: Die Bauarbeiten, zu denen ausschließlich Juden verwendet werden, haben begonnen. Die Bauzeit wird 2 Jahre betragen. Das stattliche Gebäude wird zirka 300 Räume, eingerechnet Laboratorien, Keller und eigene elektrische Lichtanlage, enthalten. Man schätzt die Baukosten allein auf 2 Millionen Francs, während die Instrumente für Physik und Chemie lU Million kosten dürften. Ein großer Teil derselben wird von Freunden der Wissenschaft gespendet werden. Die Bibliothek wird 5000 technische und andere wissenschaftliche Werke enthalten. Mehr als die Hälfte davon wird von deutschen Juden gespendet werden. Die Einrichtungen sind auf 2000 Schüler berechnet, der Lehrkörper wird anfangs 30 Professoren umfassen, welche Zahl sukzessive auf 70 gesteigert werden soll. Die Unterrichtssprache wird hebräisch sein, doch solange es unmöglich sein wird, Lehrkräfte zu finden, welche diese Sprache genügend beherrschen, wird der Unterricht deutsch, französisch oder englisch erteilt werden. Die jährlichen Unterhaltungskosten werden auf */4 Million Francs veranschlagt, wovon 100.000 durch Schulgelder eingehen dürften, während der Rest vom Hilfsverein aufgebracht werden wird. * In Teil Awiw wurde jüngst eine Zählung vorgenommen. Es bestehen bis jetzt 94 Häuser mit 502 Wohnungs-, 106 Küchen- und ebensoviel Baderäumen. Die Kolonie hat 790 Bewohner (363 Männer, 427 Frauen). Ungefähr 43 Prozent der Bewohner sprechen hebräisch als Umgangssprache. In der jüngst in Rischon Lezion abgehaltenen fünften Generalversammlung der jüdischen Winzergenossenschaft Palästinas wurde über die Absatzverhältnisse des Weines im verflossenen Jahre folgendes berichtet: Der Absatz belief sich insgesamt auf mehr als 41.U00 Hektoliter (gegenüber 34.000 Hektoliter im vorhergehenden Jahre). Hauptabnehmer war Aegypten mit 14.000 Hektoliter, darauf folgen die übrigen Länder des Orients mit 12.000 Hektoliter; die Schweiz war an dem Absatz mit 43G0 Hektoliter beteiligt, Frankreich nahm 3400 Hektoliter ab, Rußland 2860, Deutschland 2130, Amerika 1780 und Galizien 6000 Hektoliter. Der Absatz weist seit vielen Jahren eine steigende Tendenz auf. Die Winzergenossenschaft plant, an zahlreichen europäischen und überseeischen Pläizen neue Verkaufsstellen einzurichten. 147

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