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Palästina · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Aus der Siedlungsgenossenschaft
Date
1912-01-01
Page
Seite 126 (sequence 6)
Language
German
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Betrieb meist selbst durch die Genossen ausführen lassen, daß unsere Felder gegenwärtig eine gute Ernte versprechen, Menschen und Tiere trotz unbequemster und primitivster Unterkunft in gesunder Verfassung sind, der Genossenschaftsgeist sich ausbreitet, so können wir frohen Mutes in die Zukunft unseres jungen Werkes blicken und dürfen mit dem Gefühl freudiger Zuversicht hoffen, daß die erste Oppenheimer'sche Siedlungsgenossenschaft einer glücklichen Entwicklung entgegengeht. V Einige Daten über den Mandelanbau in Italien* Angeregt durch den Artikel von Dr. El. Pickhoiz in Heft 1, 1912, der Zeitschrift Palästina möchte ich nachstehend die von mir gemachten Daten sowie persönlich gemachten Beobachtungen über die im Hamburger Markt vorkommenden Mandelsorten mitteilen. Ich möchte vorweg bemerken, daß ich nur mit Mandeln, die zu industrieller Verwertung gelangen (zur Marzipanfabrikation) zu tun habe und nur diese kenne. Die sogenannten Krachmandeln, die als Dessert verwendet werden, kenne ich nur als Laie. Ich kenne die Mandeln auch nur nach ihren Produktionsländern, beziehungsweise nach den Verschiffungshäfen, nicht aber nach ihren botanischen Bezeichnungen. Sowohl in Hamburg wie auch in London kommen die Mandeln in aufgeklopftem technisch schalenfreiem Zustande auf den Markt. Aus den einzelnen, unaufgeklopft sich vorfindenden, Exemplaren sowie aus den Schalenbruchstücken zu urteilen, sind es hartschalige Mandeln. Die Ware ist nur technisch rein, in dem sich mehr oder weniger Schalenbruchstücke, Mandelbruchstücke, brauner Mandelstaub und unaufgeklopfte Mandeln, sowie zufällig hineingeratene Fremdkörper, wie Steine, Metallstücke etz. in den Mandeln vorfinden. Die Einfuhr in Hamburg betrug 1906 ca. 48.000 Säcke ä 100 kg 1907 „ 50.000 „ „ „ „ 1908 „ 62.000 „ „ „ „ 1909 „ 68.000 „ „ „ „ 1910 „ 71.000 „ „ „ „ Nach den Produktionsländern, beziehungsweise Verschiffungshäfen, werden hauptsächlich gehandelt: Mallorca-Mandeln von der spanischen Insel gleichen Namens — eine rein süße Mandel; Sicil, auch P & G genannt (Palma und Girgenti), von der italienischen Insel Sizilien; Bari und Catania von den italienischen Häfen gleichen Namens; letztere drei Provenienzen enthalten einen geringen Prozentsatz bitterer Mandeln. Von allen diesen vier Sorten ist Catania wegen ihrer Größe und Form am teuersten, Bari und Sicil sind fast stets gleich im Preise und billiger als Catania, Mallorca häufig eine bis zwei Mark billiger als Sicil. 126

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