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Palästina · 1912-01-01 · Heft 3-4 · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 3-4
Article
Auf nationalem Boden
Date
1912-01-01
Page
Seite 103 (sequence 2)
Language
German
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man hat einen Ausblick von vielen Stunden bis zum Meeresstrande, zu den Kolonicen Rischon von der einen, Petach-Tikwah von der anderen Seite und zur deutschen Kolonie Wilhelma, Lydda und Ramleh knapp vor den Augen. Obwohl man auch nahe der Bahnstrecke und der Hauptstraße war, so verirrte sich doch nicht allzu häufig ein nicht Ansäßiger hierher. Nach Tagen sehr starken Regens war man sogar durch ein Wadi fast von allem Verkehre abgeschnitten. Eigenartig ist die Lage von Ben-Schamen dadurch, daß es knapp an der Grenze zwischen Ebene und Bergland gelegen ist. Das macht vielleicht geographisch einen geringfügigen, in bczug auf Kulturfähigkeit sowohl als Landschaflsbild einen bedeutenden Unterschied. Denn ziemlich jäh Bcxalcl-Haus in Ben-Schamen. endigt hier die farbenreiche, zum Teil üppig bebaute Ebene und wenige Schritte vom Ackerland herrscht das eintönige Grau der ganz steinigen Hügel, dienur mit Gras und trockenen Gewächsen bedeckt sind. Wenn von drei Seiten der Blick in weite, helle Ferne sich verliert, so begrenzen dort Hügel um Hügel, die sich wellenförmig nebeneinander lagern, die Aussicht. Seit altersher ist das Gebiet von Lydda und Ramleh dicht mit Olivenhainen besetzt. Wenn diese zwar in keiner Weise sich als Wälder bezeichnen lassen, so bilden sie doch, stundenweit sich erstreckend, so dichte Bestände, daß man sich nicht allzuschwer darin verirren kann. Die silberglänzenden Oelbäume und das echt orientalische Bild des kleinen Städtchens mit den vielen Flachkuppeln und dem Turme inmitten, der Kirche und Moschee einschließt — besonders wenn es von einem bläulichen Rauch eingehüllt ist — üben oft einen seltenen malerischen Reiz aus. KT-?

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