Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 3-4
- Article
- Ein historischer Rückblick
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 2)
- Language
- German
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sein Name ist unauflöslich mit dem des „Jüdischen Nationalfonds" verknüpft. War es doch Dr. Hermann S c h a p i r a, Professor der Mathematik an der Universität Heidelberg (geb. 1840, gest. am 8. Mai 1898), der die erste Anregung zur Schaffung des jüdischen Volksschatzes gab, dieser populärsten Institution des neuerstehenden Juda. Acht Tage vor Eröffnung des modern-jüdischen Parlaments, des ersten Baseler Kongresses, am 20. August 1897 brachte die „Welt" Schapiras bedeutungsvollen Antrag an den bevorstehenden Kongreß; Schon Jahre vorher hatte Schapira denselben Gedanken sogar mehrfach angeregt, so auch bei der Kattowitzer Konferenz im Jahre '884, ohne daß er indes auf fruchtbaren Strafe in Rischon le Zion. Boden fiel. Schapiras Vorschlag war kurz und prägnant in 12 Sätzen ausgeführt. Von allen Juden der Welt, von Arm und Reich, aus einmaligen und periodischen Beiträgen soll ein „allgemeiner jüdischer Fonds" gebildet werden. „Zwei Drittel des so gebildeten Fonds sollen als Territorialfonds betrachtet werden und dürfen nur zur Erwerbung von jüdischem Territorium verwendet werden, während ein Drittel für Erhaltung und Kultivierung des erworbenen Territoriums, sowie für gleichwichtige, allgemeine, jüdische Zwecke Verwendung findensoll. Das erworbene Territorium darf niemals veräußert, auch nicht an einzelne Juden verkauft, sondern es kann nur verpachtet werden und zwar auf höchstens 49 Jahre und nach noch auszuarbeitenden Grundsätzen. Der Fonds darf an Kapital und Zinsen nicht angetastet werden, bevor er eine Höhe von mindestens 10 Millionen Pfund Stelling erreicht hat. Bevor eine Summe aus dem 87