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Palästina · 1912-01-01 · Heft 3-4 · p. Seite 86

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 3-4
Article
Die wirtschaftliche Haltung des Milchviehs
Date
1912-01-01
Page
Seite 86 (sequence 4)
Language
German
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wandfrei ausgeführt werden. Auf V* Hektar werden 13 bis 15 Pfund am besten französische Provenceluzerne gesät, die bei der Firma Vilmorin in Paris zu erhalten ist. Die Saat erfolgt im Reihenabstand von ca. 30 Ctm., damit der Boden leicht gelockert werden kann. Bei der Saat ist zu beobachten, daß frische Körner hellgelb und glänzend aussehen. Der Preis beträgt für 1C0 Kg. 250 Frcs. Diese Pflanze treibt tiefe Wurzeln, bis 10 Meter und mehr. Ihre Wurzeln suchen sich auch im harten Felsen einen Weg. Sie hält 15 Jahre und mehr aus. Die Luzerne gedeiht ohne jegliche Bewässerung sowohl auf dem trockenen Kalkboden des Gebirges als auch auf den sandigen oder steinigen Lehmböden der Ebene und verspricht für Palästina von allergrößter Bedeutung zu werden, da Luzerne ein erstklassiges gesundes Futter bildet, welches neben einer naturgemäßen Haltung des Zuchtviehs auf der Weide, in erster Linie dazu berufen ist, die Konstitution des Milchviehs zu verbessern und eine intensive Milchproduktion zu ermöglichen. *äfc Ansiedlung von Landarbeitern. In der Nähe von Rischon le Zion und Chederah haben die Chowewei Zion Landkomplexe angekauft, auf denen eine größere Zahl von Arbeitern zur Verbesserung ihrer Lage angesiedelt werden soli. In Rischon erhält jeder Ansiedler 7 Dunam Boden, ferner ein Wohnhaus nebst Stall und alle einen gemeinsamen Brunnen. Die Gesamtkosten für einen Ansiedler betragen 3200 Frcs. Davon haben die einzelnen Kolonisten 500 bis 1500 Frcs. sogleich abzuzahlen, während der Rest im Verlaufe von 30 Jahren ratenweise abgezahlt werden soll. Mit der Abzahlung beginnen die Kolonisten im Jahre 1915. Jeder Ansiedler verpflichtet sich, seine Parzelle selbst zu bestellen und, falls die Verwendung von Hilfskräften notwendig sein sollte, nur jüdische Arbeitskräfte zu beschäftigen. Außerdem werden 50 bis 60 Dunam für eine mit Hilfe des jüdischen Nationalfonds zu schaffende Ansiedlung von 20 Jemeniterfamilien bestimmt Jede Jemeniteifamilie erhält 3 Dunam Boden und ein Wohnhaus, ferner erhalten sämtliche Jemeniter einen gemeinsamen Brunnen. Die Kosten für die Ansiedlung einer jemenitischen Familie betragen 1400 Frcs. Davon zahlen die einzelnen Ansiedler 100 bis 200 Frcs. sogleich, den Rest im Laufe von 35 Jahren. Eine Anzahl von Ansiedlern ist bereits vorgemerkt. (Nach der „Welt".) « Ein historischer Rückblick. Von Hugo Schachtel. In dem Ehrenbuch des jüdischen Volkes, dem „Goldenen Buch" des „Jüdischen Nationalfonds" ist an erster Stelle der Name Hermann Schapira eingetragen. Mit Recht; ihm gebührt dieser Ehrenplatz, denn 86

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