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Palästina · 1912-01-01 · Heft 3-4 · p. Seite 79

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Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 3-4
Article
Was kann und soll der Jüdische Nationalfonds zur Förderung der Ansiedlung der Jemeniten in Palästina tun?
Date
1912-01-01
Page
Seite 79 (sequence 5)
Language
German
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bestreiten können. Ueberdies würden gewiß die Waadim der Kolonien die Garantie übernehmen. In Nr. 7—9 von Palästina des vorigen Jahres hat Herr Prof. Warburg über die Arbeitsmöglichkeiten des JNF. in Palästina Betrachtungen angestellt. Ich glaube, ich habe mit den obigen Zeilen eine Arbeitsmöglichkeit gestreift, die Kennern der Verhältnisse geradezu als Arbeitsnotwendigkeit erscheinen muß. Heute bin ich wieder am Hafen gestanden und habe einige neue Jemeniten begrüßt. Sabbath war's, Sie hatten eine stürmische Fahrt und sie eilten gleich in die nächste Synagoge um Mincha zu beten. Daselbst erzählten sie mir, daß starke Sehnsucht in die Gemüter gezogen ist und daß sie zu der Liebe ihrer Brüder Vertrauen haben. Mögen sie sich in ihren Hoffnungen nicht täuschen. Jaffa, Mitte Schewat 5672. Jehoschuah Feldmann. s\ Generalversammlung der „Chowewei Zion" Vom 14. bis 18. Februar fand in Odessa eine Generalversammlung des Odessaer Palästinakomitees statt, die sich (bei einer Besucherzahl von über 1300 Personen) zu einer kongreßartigen Kundgebung gestaltete. Das Programm war ein sehr reichhaltiges und sachliches : es umfaßte die wichtigsten aktuellen Fragen der Palästinaarbeit. Vor allem wurden für die baldige Gründung einer Agrarbank Vorschläge erstattet. „Die Agrarbank soll in erster Reihe durch Gewährung von Kredit wenig bemittelte oder unbemittelte Ansiedler fördern, die bereits längere Zeit in Palästina als Landarbeiter tätig waren." Soll dieser Kredit ausschließlich dem Bodenerwerb dienen, so sei es Sache des Odessaer und ähnlicher Institute, den ersten Betriebskredit beizustellen. Wenn die Gründung der Agrarbank vor allem durch die zionistische Organisation erfolgen muß, so verbleiben der Chowewei Zion mancherlei interessante Ansiedlungsprojekte. Dazu gehört der Vorschlag des Agronomen Sußmann, in der Nähe Jerusalems eine vorbildliche Gartenstadtkolonie ins Leben zu rufen und damit auch den Anfang einer regeren Bodentätigkeit in der Umgebung Jerusalems zu machen. Es wäre dies darum ein wichtiger Fortschritt, weil nach den Ausführungen des Referenten ein Grundstück von 9 bis 10 Dunam ausreichen würde, um bei rationellem Garten- und Gemüsebau eine ganze Familie zu erhalten. Das Palästinakomitee würde mit der Beistellung von 6000 bis 7000 Rubel die Einrichtung einer solchen Vorstadtwirtschaft sichern können. In bezug auf die Arbeiterfürsorge soll namentlich im Sinne der Gründung kleiner Arbeiterkolonieen weitergearbeitet werden. Ein Referat B. Goldbergs befaßt sich insbesondere damit, wie private Kolonisationsgruppen — die bisher in Rußland mehreremale zu Koloniegründungen führten — in bester Weise anzuregen und auszugestalten seien. Hiemit steht die Hebung des Iniormationswesens in engem Zu- 79

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