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Palästina · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Statistik der Auswanderung nach Palästina über Wien 1911
Date
1912-01-01
Page
Seite 29 (sequence 3)
Language
German
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lieber den Bildungsgrad der Emigranten geben die Daten über die Sprachenkenntnisse derselben in gewissem Maße Aufschluß. Es beherrschten: nur jüdisch (Jargon) 107, jüdisch und die Landessprache 137, mehr als drei Sprachen 40, die Landessprache und zwei andere (aber nicht jüdisch) 28. Von den 312 Auswanderern waren 123 der hebräischen Sprache in Wort und Schrift mächtig. Informationen über Palästina hatten: 68 aus der Lektüre, 57 von Bekannten, 35 von Veiwandten, 18 aus eigener Anschauung, 17 von verschiedenen Informationsbureaus und 56 besaßen keine Kenntnis der Verhältnisse des Landes. Von den 18 Leuten, die aus eigener Anschauung das Land kannten, waren 11 Arbeiter, die schon ein- oder zweimal in Palästina einige Zeit tätig waren und nach einem längeren Aufenthalte im Golus wiederum nach Palästina auswanderten. Diese Tatsache, daß Arbeiter, trotz einmal erfahrener schwieriger E r w e r b s ni ö g 1 i c h k e i t, wiederum nach Palästina zurückkehren, verleiht dieser Emigration, im Vergleich mit der nach anderen Ländern, ein eigenartiges Gepräge. Ihre Bedeutung wird dadurch erhöht, daß es sich in diesem Falle nicht um eine Gruppe, sondern um einzeln in verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Ländern kommenden Arbeiter handelt. Der Gesundheitszustand der Emigranten war zufriedenstellend. Nach dem Aussehen und eigenen Angaben waren 219 (70%) gesund und 93 schwach. Die Vennögensverhältnissc sind aus folgenden Daten ersichtlich: 231 Auswanderer hatten nur die für die Reise nötigen Mittel, 40 besaßen nur teilweise die Reisespesen, 5 verfügten über ein Vermögen von K 5C0. , 3 über K 1000.—, 7 über ein Vermögen von K 1000.— bis 50CO.—, 4 über K 5000.— bis 10.000.-, 8 über K 10.000.— bis 20.000.—, 6 über ein Vermögen zwischen K 2O.CO0 bis 50.000. — , 8 verweigerten diesbezügliche Auskunft. Außer diesen Angaben, die immer mit einem gewissen Skeptizismus aufzunehmen sind, könnte zur Illustration der Vermögensverhältnisse auch die Art des benützten Schiffes und der benützten Klasse dienen. Es benützten Syrische (gewöhnliche) Linie: III. Klasse 178 Personen, II. Klasse 5 Personen. Eillinie: IV. Klasse 87 Personen, III. Klasse 40 Personen, II. Klasse 2 Personen. Die Zahl der ohne Information und genügende Reisespesen nach Wien oder Triest ankommenden Emigranten war auch heuer nicht gering. In 39 Fällen haben die Zionisten Unterstützungen gewährt und nur in 2 Fällen waren die Israelit. Kultusgemeinde und „Allianz" den Emigranten behilflich. Während die Kultusgemeinde, die aus Palästina kommenden Kranken unterstützt, hat sich die Allianz wiederum hinter einen Paragraphen, „daß die Allianz nur die wegen ihrer Konfession verfolgten Israeliten unterstützt", verschanzt und verweigert arbeitsfähigen und Aussicht auf Erwerbsmöglichkeiten habenden Elementen jedwede Hilfe. In den einzelnen Monaten stellte sich die Emigration folgendermaßen dar: Januar 23, Februar 8, März 24, April 12, Mai 29, Juni 38, Juli 23, August 56, September 8, Oktober 19, November 39, Dezember 33, 29

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