Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Statistik der Auswanderung nach Palästina über Wien 1911
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 2)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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daß fast alle nach Palästina sich begebenden alten Juden (über sechzig) sich aus diesem Lande rekrutieren. In den letzten drei Monaten kamen aber auch aus Galizien kräftige, junge Leute, was früher selten der Fall war; besonders gilt dies für diejenigen, die für die Siedlungsgenossenschaft gewonnen wurden. Nach dem Alter geordnet waren 24 Emigranten unter 15 jähren, 150 zwischen 15 und 30 Jahren, 14 zwischen 30 und 40 Jähren, 26 zwischen 40 und 50 Jahren, 26 zwischen 50 und 60 Jahren und 72 über 60 Jahren. Bei der üblichen Annahme des produktiven Alters zwischen 15 und 50 Jahren ergibt sich, daß 60"/o der Auswanderer in diesem Alter gestanden sind. Nach dem Geschlechtc waren 243 Männer, davon 136 (56"/„) ledig und 69 Frauen, davon 8 led'g. Von den verheirateten Männern wanderten 34 mit Frau resp. Familie. Beruflich waren : bisnun als H a n d w e r k e r beschäftigt 54 Personen — und zwar: 7 Tischler, 5 Schneider und 1 Schneiderin. 3 Schuster, 2 Schlosser, 2 E cktrotechniker, 2 Setzer, 1 Mechaniker, 1 Steinhauer und 30 diverse Arbeiter (darunter 2 Modistinnen) 56 Kaufte u t c, 33 wurden, wegen vorgerückten Alters, von ihren Kindern unterstützt, 29 waren Ha ndelsan gestellte, 25 Studenten, 16 Angehörige freier Berufe, 15 Talmud i st en und Jeschiba- Bachurim, 15 Landwirte, S waren bei den Eltern zu Hause, ohne irgend einen Beruf auszuüben. Von diesen 251 Leuten, die bisnun einen Beruf ausübten, resp von den Eltern oder Kindern erhalten wurden, beabsichtigen 94 Personen (37",..) sich als Landwirte zu betätigen. 20 als Handwerker. 11 als Kautieute, 11 werden von ihren Kindern unterstützt, 9 werden ihrem freien Beruf weiter nachgehen, 22 Schulen besuchen, 2 als Rentiers leben, endlich werden 61 auf die Chalukah angewiesen sein und 21 waren über die Wahl des künftigen Berufes unschlüssig. Von denjenigen, die sich der Landwirtschaft zuzuwenden beabsichtigen, waren im Golus 24 Handwerker, 24 H a n d e 1 s a n g e s t e 111 e 1 5 L a n d w i r t e. 1 4 K a u f I e u f e, 7 S t u d c n t e n, 3 A n g e h ö r i g e freier Berufe, 3 A n g c h ö r i g e diverse r B e r u f e, 2 T a 1 m u - disten, 2 lebten bei den Eltern ohne Beruf. Die Hauptzahl der sich der Landwirtschaft widmenden Juden bildeten auch heuer die Handwerker und Handelsangesteilten, die als Lohnarbeiter in den Kolonien Beschäftigung zu finden hoffen, wählend die Kaufleute, die meistens aus Russisch-Polen kamen, über ein gewisses Vermögen verfügten und sich als selbständige Kolonisten ansiedeln wollen. Diejenigen Auswanderer, die auch im Golus als Landwirte tät;g waren, kommen meistens aus den jüdischen Kolonien in Südrußland oder der Lehrfarm der Ica in Galizien. Als Motive zur Auswanderung gaben an: 105 ideelle, 63 religiöse, 48 materielle, 22 um Schulen zu besuchen, 12 politische Verfolgung. Endlich begaben sich 9 zu ihren Familien, die schon früher nach Palästina ausgewandert waren. Als Ziel der Auswanderung gaben an: 158 Jaffa, 76 Jerusalem. 33 Haifa, 20 Saffcd, 12 Beirut und 13 waren über die Wahl ihres künftigen Aufenthaltortes unentschlossen. 2<S