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Palästina · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Palästina im jüdischen Volksbewusstsein
Date
1912-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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an dem lebendigen Zusammenhange mit Erde und Luft, mit Volk und Geist, ein nicht hoch genug einzuschätzendes Element, das gesteigert werden kann durch eine neue, im gewissem Sinne primitivere, in anderer wirkliche wirtschaftliche Betätigungsweise, durch das bewußte Wiedereinleben von Elementen des jüdischen Volkes in der Natur und durch freies Zusammenleben in einer sozialen Umwelt, worin sich die nationale Eigenart ungehindert entfalten kann. Eine neue Assoziation, eine neue, der Zeitentwicklung entsprechende Bedeutung Palästinas für das jüdische Volksbewußtsein kann erst durch dasjenige entwickelt werden, was in der Zukunftsentwicklung des jüdischen Volkselements in Palästina noch an lebendigen Kulturgedanken gewissermaßen mit diesem Boden verbunden werden kann Diese Kulturgedanken können allerdings nicht selbst aus dem Boden gezogen werden, sondern sie stehen in Wechselbeziehung mit dem lebendigen Kulturgute und mit dem Kultursuchen der Zeit und des Volkes. Durch keine Theorie und durch kein, von zweckmäßigen, selbst von nationalistischen Prinzipien künstlich geschaffenes Programm kann das Leben selbst gefunden werden, sondern nur durch die Vertiefung dieses Lebens selbst. Dafür aber können die alten geistigen Erbgüter des jüdischen Volkes ein Quell der Erneuerung sein, die sich täglich an dem der Gegenwart ungebrochen hingegebenen Leben verwirklichen kann. E. M. V Einige Vorschläge zur Förderung der Landwirtschaft in Palästina. Von Dr. El. Pickholz. Es war ein Mangel im zionistischen Programm, daß darin die Förderung der Kolonien nicht aufgenommen war. Sonst hätte bereits ein viel größerer Einfluß auf die Entwicklung der Kolonien genommen werden können. Es war somit die Idee Warburgs von „der Verbesserung der Grundlage jüdischen Bauerntums" aufs herzlichste zu begrüßen. Durch die Förderung der bereits bestehenden Kolonien würde die Grundlage zur weiteren Kolonisation gefestigt und die weitere kolonisatorische Arbeit würde dann leichter und sicherer von statten gehen. Es ist also die rechte Zeit, unser passives Interesse für die Kolonbten in ein aktives umzuwandeln und unsere Zuschauerrolle, die wir den Kolonisten gegenüber spielen, in eine bessere zu verwandeln. Aufgabe der nachstehenden Zeilen ist es, einige praktische Winke für die Betätigung in dieser Richtung anzugeben. Berücksichtigt sollen nur jene Betätigungsgebiete werden, die mit relativ geringen Mitteln sich durchführen lassen und die von vornherein Aussicht auf Erfolg bieten. Von allen jenen Vorschlägen, die größere materielle Opfer verlangen, soll ganz abgesehen werden, seien sie noch so aussichtsreich. Es liegt auf 2

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