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Palästina · 1910-01-01 · Heft 9 · p. Seite 196

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Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 9
Article
Vom Jüdischen Nationalfonds
Date
1910-01-01
Page
Seite 196 (sequence 3)
Language
German
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teiligen auch andere in Palästina arbeitende Gesellschaften veranlaßt werden sollen. Es ist zu hoffen, daß dieser Anregung seitens dieser Gesellschaft recht bald Folge geleistet werde, handelt es sich doch um eine Kardinalfrage der jüdischen Kolonisation. Ohne Vorsorge für billige Arbeiterwohnungen können jüdische Arbeiter in den Kolonien nicht dauernd festgehalten werden. Landspende. Das Direktorium beschloß, den Vorsitzenden zur Ausarbeitung eines Statutes zu ermächtigen, auf Grund dessen Vereinen, welche eine gewisse Summe für die Landspende aufgebracht haben, zusammenhängende Parzellen in Erbpacht gegeben werden sollen. Die Landspende besteht bekanntlich darin, daß dem JNF. ein Dunam Land in Palästina durch Spende von 50 Frcs. oder 40 Mark gestiftet wird. Das Direktorium beschloß, auch Ratenzahlungen auf die Landspende, jedoch mindestens 4 M — 5 Frcs. zuzulassen. Oelbaumstiftung Dessau. Die jüdische Kultusgemeinde Dessau hat auf Anregung des bekannten Palästinafreundes Kantors Blitz mit Unterstützung der von ihr verwalteten Fonds der Baronin Cohn und Oppenheim-Stiftung der Palestine Land Development Cy. den Auftrag gegeben, für ihre Rechnung einen Olivenwald am Tiberiassee anzulegen. Für die Zeit von 98 Jahren soll die Kultusgemeinde Dessau Nutznießerin dieser Pflanzung sein, nach Ablauf dieser Frist soll letztere dem Jüdischen Nationalfonds anheimfallen. . ...... Siedlungsgenossenschaft. Für den Genossenschaftsfonds laut Projekt Oppenheimer sind bis! 1. August Mark 40.917.— eingelaufen, hievon aus Deutschland 14.293.— und aus Oesterreich 11.086.46. Die anderen Länder weisen geringere Summen auf. Einige 1000 Frcs. sind noch gezeichnet. Es fehlen auf die veranschlagte Summe von M 100.000.— noch ca. M 50.000.—. Es wird noch tüchtiger Sammelarbeit bedürfen, um diese Summe so rasch aufzubringen, daß noch im Herbst mit der Bebauung des Terrains begonnen werden kann. Dr. Oppenheimer hat sich zu einer Propagandatournee für den Monat Oktober zur Verfügung gestellt. Das Komite hat die drei wichtigsten Faktoren, die das Gelingen verbürgen: einen vortrefflichen Boden, gut geschulte Arbeiter und einen tüchtigen Leiter zustande gebracht. Spendeneingänge. Laut detailliertem Ausweis der „Welt" sind im Monate Juli für den Nationalfonds eingegangen: M 29.671.15. (Hievon für Oelbaumspende M 4610.11.) Daran ist beteiligt: Oesterreich mit M 11.077.28, Rußland mit M 8408.14 und Deutschland mit M 3125.34. Der Rest verteilt sich auf 13 andere Länder. M Die Tätigkeit des Hilfsvereins der Deutschen Juden in Palästina 1909. Der Jahresbericht des Hilfsvereins für 1909 spricht von einer blühenden Entwicklung des Schulwerks in Palästina. „Der Geist der alten, in Einseitigkeit befangenen Zeit, der in Cheder- und Chalukawesen seinen Ausdruck fand, ist mehr und mehr im Schwinden begriffen. Die neue Zeit ist in Palästina eingezogen, sie hat auf allen Gebieten alte Formen absterben lassen oder umgewandelt und neue ins Dasein gerufen." 196

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