Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Erwerbsaussichten für jüdische Einwanderer in Palästina
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 9)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Lod 1× ep/1045074
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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Tomaten (je nach der Jahreszeit) ... . . . . 0.10— &5Ö Frcs. per kg Oliven............... . . . . 035- 0L7O-' ' * - „ „ Mandeln ................... 1.00 „ - „ „ Datteln.................. . 038 „ Nüsse : . , . ... ......... . . 035^ 0.65 '„ •'„ „ Weht . . . . . . . . . . . . .0.20f.20 . ,- „ Kohle (Feuerungsmaterial) .0.10— 0.15 „ „ „ Brennholz:.............. .0.05— 0.10 „ .. „■ Spiritus................... ©.70 '„ , Petroleum.................. 0.22 „ „ Die Wohnungsmieten betragen in den Städten für eine Wohnung von einem Zimmer und Küche ca. 200 Frcs. « „ zwei „ ., 3')0 „ „■ v „ drei :, „ „ 450 „ und so fort für jedes Zimmer ungefähr 150 Frcs. mehr. In Safed, Tiberias und den Kolonien sind die Wohnungsmieten etwas billiger. In den Hotels kostet Logis und Pension bei längerem Auf enthalte, von 2-6 Frcs. pro Tag, je nach der Güte des Hotels. Kleidung ist billig, da während des größten Teils des Jahres leichte Stoffe genügen und irgendwelcher Kleiderluxus nicht üblich ist. X Vom Jüdischen Nationalfonds. Am 1. August fand eine Sitzung des Direktoriums des jüdischen Nationalfonds statt, bei welcher einige wichtige Beschlüsse bezüglich neuer Aktionen in Palästina gefaßt wurden. Ansiedlung von Bezalelarbeitern. Das Palästinaamt in Jaffa unterbreitete der Sitzung folgenden Vorschlag: In der Filigranabteilung des Bezalel arbeiten etwa 50 jüdische Arbeiter — mit Ausnahme des Werkmeisters und seines Stellvertreters ausschließlich Jemeniten; weitaus die meisten — Familienväter. Dieses Atelier hat in kurzer Zeit einen ganz außerordentlichen Aufschwung genommen. Es ist dies hauptsächlich dem Umstände zu verdanken, daß die Jemeniten zumeist von früher her in der Silberbearbeitung bewandert sind und bei ihrer eminenten Anspruchslosigkeit mit den im Bezalel erzielten Löhnen höchst zufrieden sind und sich als zuverlässige und fleißige Arbeiter bewähren. Die Nachfrage nach den Artikeln des Filigranateliers ist in fortgesetztem Steigen begriffen und es ist hier die Möglichkeit gegeben, noch zahlreichen anderen Familien einen Erwerb zu verschaffen. Anstatt nun neue Räume im Bezalelgebäude in Jerusalem anzubauen, haben wir den Beschluß gefaßt, mit der Verlegung einer Abteilung eiprobter Arbeiter aus der Filigranwerkstatt nach den Besitzungen de*s Jüdischen Nationalfonds den Anfang mit der Verpflanzung der Hausindustrie auf das flache Land zu machen. Als Ort wählten wir Bet-Schamen bei Lydda, weil derselbe von Jaffa aus sehr leicht zu erreichen und es für uns deshalb leicht ist, die ersten Organisationsarbeiten zu leiten. Auch ist die Wirtschaft der Oelbaumspende dort bereits soweit fortgeschritten, daß sie eine gute Stütze für eine junge Ansiedlung bietet, und unser dortiger studierter Agronom wird gerne die Unterweisung der neuen Ansiedler auf landwirtschaftlichem Gebiet übernehmen. Der Anfang soll mit zehn Familien gemacht werden, die sich im Bezalel seit zwei Jahren aufs beste bewähren und jedes Vertrauen verdienen. Jede Familie soll neben ihrer eigenen Wohnung, bestehend aus zwei Räumen, ein kleines Grundstück von zwei Dunam in Pacht bekommen. Während hun der Familienvater 194