Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Jüdische Frauenarbeit für Palästina
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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auf .ähnlichem Gebiete arbeiten. Nach der ganzen Entwicklung der jüdischen Arbeit in Palästina können wir aber zuversichtlich darauf rechnen, daß alle dort arbeitenden Institute die Entstehung einer Frauenorganisation mit ihren neuen Anregungen, Kräften und Mitteln mit Freude begrüßen werden, und daß in zahlreichen Fällen ein Zusammenarbeiten oder ein Hand-in-Hand-Arbeiten sich ganz von selbst herausbilden wird. Wir konnten heute nur Absichten und Pläne darlegen. Hoffen wir, daß die jüdische Öffentlichkeit unsere Anregungen aufgreifen und in dem Maße unterstützen wird, daß wir in die Lage kommen werden, bald mit der Arbeit zu beginnen. Dann hoffen wir, daß die Resultate unserer Arbeit von selbst weiter und immer weiter wirken werden. s\ Baurat Stiassny. Montag den 11. Juli verschied in Ischl Baurat Wilhelm Stiassny, Vorstandsmitglied der Wiener israelitischen Kultusgemeinde. Der Verschiedene war Zeit seines Lebens ein warmer Palästinafreund. Er gründete den Jüdischen Kolonisationsverem Wien, der aufklärende Vorträge über Palästina veranstaltete, und Fonds zu einer von Baurat Stiassny geplanten Kolonie sammelt. Auch die Kunstgewerbeschule Bezalel erhielt von dem Verein eine Subvention für das Kupferarbeitsatelier. Ein besonderes Verdienst erwarb'sich Baurat Stiassny durch die Verfassung der Pläne für das neue jüdische Stadtviertel der Achuzath Baith in Jaffa. Das Ableben Stiassnys bedeutet einen großen Verlust für die jüdischen Palästinabestrebungen. Malariabekämpfung. Gute Erfolge erzielten die Franzosen in Westafrika mit den Trouspieges (Lochfallen), das sind in die Erde gegrabene Löcher von ungefähr 40 cm Tiefe, deren Achse in einem sehr spitzen Winkel zur Erdoberfläche verläuft. Ihre Mündung liegt entgegengesetzt der gewöhnlichen Brisenrichtung und möglichst direkter Sonnenbestrahlung nicht ausgesetzt (also nach Norden oder an einem schattigen Platz). Blin fand, daß die den Krabbenlöchern nachgebildeten Trous-pieges am Vormittag zahlreichen Mücken als Schlupfwinkel dienten. Am besten tötete man diese um 2 Uhr mittags durch rasches Einführen einer brennenden Petroleurnfackel. Es ist modifiziert auch in Wohnhäusern anwendbar, sowie zum Fangen lebender Mücken. Nuttal hat die Fallenoberfläche in dunkler Farbe gehalten, die auf > die Anopheles-Mücke eine Anziehung ausübt. 167