Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Eine Gesellschaft für Palästinaforschung
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
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Dr. Martin Buber-. Siegfried Brünn,. Paul Cassierer, Rechtsanwalt;Dr. J. Dzialoszynski, Dr. Adolf Friedemann, Dr. Ludwig Fuldä, Dr. Franz Fürstenheim, Prof. Friedrich Gernsheim, Dr. Hirsch Hildesheimer, Rechtsanwalt Dr. Arthur Hantke, Aron Hirsch, Berthold Israel, Prof, Dr. S. Kalischer, Prof. Dr. Karewski, Generalkonsul Eugen Landau, Prof. Dr. Carl. Lewin, Prof. Dr. Max Liebermann, Alois Marcus, Direktor Dr. Georg Minden, Dr. Paul Nathan, Dr. Oliven, Dr. Oppenheimer, Prof. Dr. Martin Philipson, Landtagsabgeordneter Leopold Rosenow, Prof. Dr. Heinrich Rosin, Stadtverordneter Louis Sachs, Justizrat Dr. Hermann. Veit Simon, Dr. Moritz Sobernheim, Hermann Struck, Oskar Tietz, Justizrat Berthold Timendorfer, Maurermeister S. Weile, Prof. Dr. O. Warburg und Dr. A. S. Yahuda. SV „Esra" Der Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien „Esra", der, im Jahre 1884 gegründet, unter Willy Bambus einen wunderbaren Aufschwung nahm und nach dessen Tode einige Jahre fast vöilig stagnierte, aber infolge der zahlreichen Sympathien, die seinen Bestrebungen entgegengebracht wurden, sich auf seinem alten Stand erhalten hat, gibt in einer kleinen, aber geschmackvollen Festschrift zu seinem 25jährigen Jubiläum eine interessante Uebersicht seiner Entwicklung^ Die nachstehend veröffentlichte Bilanz zeigt die Tätigkeit des Vereines in den 25 Jahren seines Bestehens. Leider finden wir in den Kassaberichten pro 1906, 1907, 1908 und 1909 nicht mehr jene Fülle der Tätigkeit, die wir der Institution W. Bambus' zu verdanken hatten. Das Jahr 1906 brachte lediglich Subventionen an 2 Kolonisten in Rechowoth sowie Beiträge für den „Bezalel" und das Lehrerseminar in Jerusalem. Dasselbe geschah 1907, nur daß diesmal bloß ein Kolonist ein Darlehen erhielt und daß 5 Aktien der Agudath Hakormin (ebendortselbst) gekauft wurden. 1908 tritt eine kleine Subvention der Kolonie Bnei Jehudah hinzu. 1909 erhält ein Kolonist in Petach Tikwah 2000 Francs geliehen und Bnei Jehudah 678 Francs. Wir publizieren diesen letzten Jahresausweis. Ueberdies gibt der Bericht Aufschluß über die Kosten des Sekretariats etc. und eine kleine Subvention, die vor Jahren der Zeitschrift „Palästina" zukam. Die Gelder des Kolonisationsfonds, dessen Ansammlung wir aufs lebhafteste begrüßen, sind natürlich nicht in Palästinawerten, sondern in drei- bis vierperzentigen deutschen Anlagen bewahrt. Es wäre vielleicht der Palästinasache mehr genützt gewesen, wenn gegen Vertrag der jederzeitigen Kündigung Einlagen bei unserer jüdischen Palästinabank gemacht worden wären. Nach dem Berichte ist es das Bestreben des „Esra" sich der jüdischen Arbeiterfrage in Palästina anzunehmen, ein gewiß löbliches Unternehmen. Diesbezügliche Versuche haben sich in der Tat gut bewährt, die Kolonisten, die vom „Esra" placiert wurden, kommen nicht nur vorwärts, sondern sie zahlen bereits Schulden an den „Esra" zurück. Der Bericht schreibt selbst von „günstigen Erfahrungen mit früheren Arbeitern". Der Verein „Esra" plant nunmehr die Ansiedlung von 12 Arbeitern in Kefar-Saba (zwischen Petach Tikwah und Chederah). Erwähnenswert erscheint die Spende der jüdischen Gemeinde Posen für das Haus eines jüdischen Kolonisten. Wir hoffen, daß die geringe Arbeit der letzten Jahre durch eine energische Mitwirkung des „Esra" an der Besiedlung Palästinas mit jüdischen Bauern abgelöst werde. Üeber die Tätigkeit der früheren fruchtbaren Jahre gibt die Aufstellung Aufschluß. 138