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Palästina · 1910-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 6-7
Article
Zeugen wider Palästina
Date
1910-01-01
Page
Seite 126 (sequence 12)
Language
German
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nicht einseitige Belehrung erteilen, sondern eine objektive Übersicht über die Zustände Palästinas geben und ein vielseitiges Verständnis auch für Gegenwart und Zukunft des Landes erschließen wil', müßte allerdings eben so gut wie Bethanien auch Pethach Tikwah erwähnt und besprochen sein, und neben dem „Berg des Aergernisses" und dem „Berg des bösen Rates* auch der Bezaiel Erwähnung und Würdigung finden Jüdische Frauenarbeit für Palästina. Von Davis Trietsch-Berlin. 1. Ueber den Zustand der jüdischen Bevölkerung in Palästina Arbeit jüdischer Frauen für Palästina — liegt eine Notwendigkeit vor? Und wenn sie vorliegt, ist die Zeit dafür gekommen? Wir meinen, die Frage sei unbedingt zu bejahen,. und es sei auch keine Zeit zu versäumen. Werfen wir einen Blick auf die jüdische Bevölkerung Palästinas, mit der wir heute zu rechnen haben. Die gegenwärtige Judenschaft des heiligen Landes setzt sich aus folgenden Elementen zusammen: den sogenannten arabischen Juden, die wohl ununterbrochen seit den ältesten Zeiten — wenn auch in sehr schwankender Zahl — sich im Lande gehalten haben, den spaniolischen Juden, das heißt den Nachkommen der aus Spanien und Portugal nach der Türkei gekommenen Flüchtlinge, der aschkenasischen Einwanderung, die hauptsächlich in den ersten drei Vierteln des 19. Jahrhunderts nach Palästina kam, und der neuen Einwanderung meist osteuropäischer Juden, die in der Hauptsache seit Anfang der Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts sich nach Palästina wandte. Bei dieser Aufzählung haben wir eine Anzahl kleinerer Judengruppen ausgelassen, wie zum Beispiel die marokkani- Juden, die von Yemen, und die kurdischen Juden, die wir für den Zweck dieser allgemeiner gehaltenen Erörterungen zur arabisch-jüdischen Bevölkerung schlagen, der sie nach Habitus,, Kulturzustand usw. am nächsten stehen. Wir wollen, um ein ungefähres Bild der Lebensverhältnisse dieser Judengruppen zu geben, einige Beispiele herausgreifen und an der Hand zuverlässiger Berichte und Beobachtungen zeigen, was in den einzelnen Fällen not tut, um 126

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