Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Hazewi mortuus et redivivus [Nachricht]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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„Hazewi" natürlich auch auf den Inhalt dessselben einen Einfluss zu siehern suchen wird. Es hat sich, wie die geschilderten unsäglich traurigen und kläglichen Vorgänge beweisen, recht bitter gerächt, dass man den von dem Korrespondenten und anderen schon längst ausgedrückten Wunsch nach Gründung eines gediegenen, unabhängigen, zuverlässigen palästinensischen Blattes nicht schon eher erfüllt bat In gewissem Sinn entspricht das neugegründete Organ des Herrn Alimalech, die jetzt dreimal wöchentlich erscheinende „Hacherut* dem schon lange lebhaft gefühlten Bedürfnis, aber um mit dem durch den reichen Feingold äusserlich jetzt bester ausgestatteten und täglich erscheinenden entjudeten und entnationalisierten „Hazewi" erfolgreich zu konkurrieren, wäre es wünschenswert, dass die Abonnentenzahl des neuen Blattes sich noch bedeulend vergrösserte und dasselbe eventuell auch direkte materielle Unterstützung finden würde. S8§s§ Häuser- und Landverkauf in Jerusalem und Palästina. Etwa hundert Schritte von „Bezalel" entfernt, in unmittelbarer Nähe der neuen jüdischen Kolonien „Mischkenot" und „Gemilluth Cheseth" haben sich in den letzten Jahren eine Anzahl arabisch orthodoxer und katholischer Kaufleute und Geschäftsinhaber angesiedelt, welche willens wären, unter einigermassen günstigen Bedingungen ihre Häuser und den äazu gehörigen Landbesitz sofort zu veräussern. Auf einem zusammenhängenden, etwa 10—12 000 Ellen betragenden Landkomplex erheben sich zur Zeit neun, zum Teil erst in diesem Jahre fertiggestellte und bezogene Häuser, welche sehr leicht noch weiter ausgebaut und vergrössert werden könnten, wie es der zur Verfügung stehende Baum auch gestattet, noch einige weitere Gebäude von Grund aus neu aufzuführen. Die schon errichteten, teils einstöckigen, teils zweistöckigen Häuser besitzen je nach ihrer Grösse von 4—8 Zimmer mit Balkons, Verandas, Souterrains, Küchen, grossen Cisternen mit Wasservorrat für das ganze Jahr und schönen, mit Obst- und Zierbäumen, Sträuchern und Blumen aller Art bepflanzten Gärten. Es würde sich also durch Erwerbung dieser Häuser und des dazu gehörigen Landes eine ausserordentlich günstige Gelegenheit bieten, in der unstreitig schönsten und gesundesten Lage von Jerusalem eine neue freundliche jüdische Kolonie zu gründen, welche sich Interessenten hier und im Ausland nicht entgehen lassen sollten. Wegen der unmittelbaren Nähe des „Bezalel" könnten die Häuser in erster Linie als Wohnungen für die Lehrer und Schüler des „Bezalel" dienen und wäre es daher vor allem wünschenswert, dass der Nationalfond für den genannten Zweck den Ankauf der Gebäulichkeiten und des Landes übernehmen wollte, wie er es mit den Häusern getan hat, in welchem sich jetzt das „Bezalel" befindet. Durch bequeme Ratenzahlungen könnte es den Lehrern auch ermöglicht und erleichtert werden, nach und nach in den eigenen Besitz*des 36