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Palästina · 1910-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 1
Article
Gartenstadtbewegung
Date
1910-01-01
Page
Seite 27 (sequence 2)
Language
German
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unser Kolonisationssystem. Der weitaus günstigere Fall läge aber in der Gründung von Gartenstädten. Eine solche Einrichtung bleibt auch nicht auf einem Punkte stehen, sie erweitert sich. Dazu würden auch noch andere Einrichtungen gehören: es würde dazu gehören, dass Anleitungen gegeben werden für verschiedene landwirtschaftliche Kleinbetriebe, ebenso wäre in industriellen Betrieben Anleitung und Unterricht zu erteilen. Eine solche Gartenstadtzentrale oder die Zentrale innerhalb einer Gartenstadt kann also ganz gut den verfügbaren Arbeitskräften, Frauen, Kindern und auch Männern. Anleitung geben in den intensiven Formen der Landwirtschaft, die dann in kleinen Gärten und Feldstücken betrieben werden, die zu den einzelnen Wohnungen gehören. Diese Frage der Gartenstadt-Kolonisation verdient wohl Beachtung und ich glaube, es ist einer der besten Wege, auf dem die jüdische Kolonisation in Palästina gefördert werden kann. Und zum Programm der zionistischen Tätigkeit in Palästina, zu dem es ja ganz zweifellos gehört, die Industrie (Kleinindustrie, Kunstgewerbe, Handwerk) zu fördern, gehört gemäss der Lage der Juden in erster Reihe ein solcher Versuch. Bei der Frage der Mittel kommt auch in Betracht, dass die erforderlichen ca. 1000 Francs per Familie in zahlreichen Füllen auch von den Anzusiedelnden selbst aufgebracht werden könnten — zum mindesten leichter oder von einem grösseren Kreis von Personen, als die wesentlich höheren Mittel, die zu selbstständiger landwirtschaftlicher Niederlassung erforderlich wären. Schliesslich kommt auch in Frage, dass bei der Hauptausgabe, nämlich der für den Hausbau nach den sehr empfehlenswerten primitiven Methoden des Orients, der Arbeitslohn eine bedeutende Rolle spielt, so dass schon der Bau der Gartenstadt einen Teil der geplanten kolonisatorischen Wirkung in sich schliesst, nämlich die lohnende Beschäftigung der Anzusiedelnden. Dass hierbei auch noch durch einheitlichen Betrieb, genossenschaftlichen Bezug der Materialien, Teilung der Arbeit etc. vielfach noch Ersparnisse oder Verbesserungen erzielt werden können, ist selbstverständlich. (Ausschnitt aus dem Referat auf den Wiener Palästinakursen, s. Jüd. Bundsch.au Nr. 50). S8§§§ 27

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