Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / a. b.
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 617 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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617 •hältriLsse. ..Wie ra$ch dieEntwicklung des Landes vor sich * geht,, erheilt /äarai^s, daß diie (Zahlen, ^e er gibt,: obzwar yom Jahre 1932 stammend, . Veraltet '^ind/t>ie Äahl. Üer Juden wird mit..84.000 angegeben; sie ist , aber Jieute rschonj 160;O00v jßie „Muselmanen" stellen nicht -mehr fünf Sechstel der i Bevölkerung,^ sondern nur zirka drei. Viertel dar. Der Verafsser gibt .bei* ^ErÖrteru'ni&r^er' Schül^h..nur. jene der Regierung ..an, zählt dagegen jene der Juden., in einem viel späteren-Zusammenhang" auf, so daß der (flüchtige Lesir keinen richtigen Eindruck gewinnt. E$ei 'Sanität spricht er nur: vpn der Arbeit der Regie ihren Verdiensten, um die Assanierung.:Wie soil dann ein Leser ein richtiges Bild der Verhältnisse und des. Einflusses der jüdischen .Einwanderung erhalten, ' aus einem 'Buche,, das sich zur Aufgabe stellte, gerade ."derartige Einflüsse zu .untersuchen? 'Die Juden .7 diabem .nicht ,nur im Sohulweseri, 'sondern auch in, ibezuig auf Sanität ein ebemsp hotties .Budget wie die (Reigierung und -auf dem Gebiet der Assanierung sogar .mehr geleistet als diese. —-: Seidel wendet sich dann den Produktions<ver(hältnissen 'zu, die er kurz und übersichtlich schildert. Eine Bemerkung sei .richtiggestellt.* Seite 27 heißt es: „Eine eingehende Vermessung des Landes schreitet, ihrem Ende entgegen." Bekanntlich wurde sie erst 'begonnen und wird .zehn bis zwanzig Jahre in Anspruch nehmen. •Öezäglici .'"äes- ,RütbenÖ^r/g-Wer.k^/heißt, es Seite 46: „2 piilioneni sind bereits angelegt" Dies, ist unrichtig, da man eben jetzt erst mit den Arbeiten . beginnt. Bei der :iRübriik -Arbeitsverhältnisse sind ^natürlich die Daten über Anzahl der Arbeiter und die 'Lahnverhältinisse usw. veraltet. Unrichtig ist, daß Seidel von der zunehmenden Verwendung arabischer Arbeiter bei den jüdischen iPlaintagenibesitzern spricht. Es hat. siqh umgekehrt die Zahl der •jüdischen- Arbeiter als Ersatz von aralbischerf bedeutend vermehrt Die Zahlen über Handel reichen in dieser" 1926 ersohienenen Schrift .nur-bis 1922. Die Schlüsse, die der .Verfasser daraus, zieht, „dauernde, langsame Abnahme äer Einfuhr*V sind deshalb unzutreffend, weil er die seit .1922 erfolgte sehr starke Ginwanderug. der Juden nicht ^berücksichtigt, durch . die patürlioh auch die Einführ. erheblich gestiegen ist. to bezug auf den Ausgleich der ipassiy^ Handelsbilanz intomt er die Investierungen der Zionistischen Organisation mit zirka 1 Million an, was .natürlich auch für 1922 iu niedrig ist, und vergißt ganz auf de 'Kiapitailsinvestitionen der .einwandernden Juden. Eine Jbesondere Merkwürdigkeit leistet sich der Verfasser, indem er unter den ,Städten Tel-Awiw nicht einmal erwähnt Wiealle Ziffern sind . natürlich auch die des Etats veraltet. Bei den Steuern »fehlt die, Erwähnung der Rasshem {Uebertragungsgebühr).— Seidel untersucht nun die Entwioklungsmöglich'keiten. Er meint, daß die landwirtschaftliche Zukunft allein bei der iPlantagenwirtschaft und dem (Gartenbau liegt. Die Ruthenlberg-Werike werden durch billigen "Strom das Beschaffen von Wia-sser verbildigen, 'Er weist auf die Leistungen der Juden in bezug auf die Pflanzungen hin. Seidel spricht natürlich einer Reform des -Oscher das Wort, sowie einer Heraufsetzung der Bodensteuer für unbebauten Boden,und einer Aufteilung des Großgrundbesitzes. Die Industrie wird noch larnge eine untergeordnete Rolle spielen wegen, geringer Konsumkraft der. Bevölkerung und mangelnden Exportmöglichkeiten. Mehr Zukunft habe der rlandel, namentlich wird Haifa und der Landweg von da nach Indien große Bedeutung erlangen,—Das wichtigste (Kapitel ist ijenes über Palästina im Rahmen der Weltpolitik. Der Autor spricht zunächst niber das Mandat. Er meint, England verwalte Palästina als Kronkolonie, und verurteilt die Maßnahme, daß der gesetzgebende <Rat zur Hälfte aus Bieamten bestehen soll. Er'übersieht hier vollkommen, daß das eine Uebergangsmaßnahme ist, um zu verhüten, daß die arabische Mehrheit die Sohaifung einer jüdischen 'Heimstätte unmöglich mache. Er wirft einen iBlick auf die. englischen (Positionen im Mittelmeer, die er alle, einschließlich des Suezkanals, als bedroht findet. Aber die Ansicht, daß ein jüdischer Staat in Palästina die Position Englands im Sueztenal kräftigen könne; habe sich schon jetzt (!) als Trugschluß erwiesen. „Der Zionismus hat sich. nicht