Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. Kurt Grunwald, Tel-Awiw.
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 592 (sequence 5)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
- Amman 1× ep/1044017
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lin , ty.jzjr k £ hr ¥n-d Touristik. Einer Meldung des :,*Ä1M Ba" zäioig.ef besueli^e der Direktor der palästinensischen Bahnen -Amman und verhandelte mit der trarisjordanischen Regierung über die Legung einer \iBafirilinie von Haifa nach Bagdad, die nur durch britisches Gebiet gehen " solle. Sie soll Transjördanien bei AI Zarka verlassen. Die tausend Kilometer lange Strecke soll in drei Jahren erbaut werden. Auch; aus Syrien kommen Meldungen, daß nunmehr ernsthaft an die Legung der Küstenbahn Tripolis—Beirut^Haifa gegangen wird. Die Strecke Haifa^-Bas el Nakurah werde von einer französisch-englischen, von dort nach Tripolis von einer französischen Gesellschaft igebaut. « Der .Touristenverkehr dürfte dn kommenden Saison ein sehr starker sein. Während letztes" Jähr nur .26 Touristenschiffe anlangten, sind diese Saison bereits 48 angemeldet. Arbeiterbewegung. Von Dr. A. Tartakower,. Lodz. I. Die Arbeiterschaft und der Kongreß. Es gibt wohl kaum eine Gruppe in der zionistischen Bewegung, in der der zionistische Kongreß sowie der ganze Komplex von Erscheinungen und Ereignissen rund um den (Kongreß soviel' gespannte Aufmerksamkeit hervorgerufen hat, wie innerhalb der 'jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. Dies erklärt sich sowohl durch die (jahrelange intensive zionistische Er- . ziehurigsarbeit der Histr-aduth und der Arbeiterparteien wie auch durch die Tatsache (der unmittelbaren Verknüpfung zwischen dem Gang der Verhandlungen und den Beschlüssen des Kongresses und zwischen dem persönlichen Schicksal sowie den verschiedensten Gruppenbestre'bungen fast aller Teile der Arbeiterschaft. Noch wochenlang vor dem Zusammentreten des Kongresses wurden alle mit ihm verbundenen Fragen im den Spalten der Arbeiterpresse behandelt und nahmen auch einen großen Teil der Berattungen der dritten Konferenz der Histadruth in Anspruch, die ein paar Wochen vor dem Kongreß in Tel-Awiw tagte. Läßt man die Masse der verschiedenen kleineren, mehr oder minder bedeutenden Wünsche und Forderungen der einzelnen'(Gruppen außer Betracht, so ließe sich der Standpunkt der Arbeiterschaft durch folgende zwei Hauptforderungen kennzeichnen, die um sich fast die .ganze Arbeiterschaft konzentrierten: Abbau . der Arbeitslosigkeit im Lande, deren schwere Last bisher in erster Reihe die Arbeiter {und zwar sowohl die arbeitslosen wie auch die beschäftigten) zu tragen hatten, und Produktivierunig des zionistischen Budgets im Sinne einer viel größeren Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Kotionisation, für die der Hauptteil der Mittel der Zionistschen Organisation verwendet werden sollte. Die in der zionistischen^Galuthpre'Sse so oft behandelte Frage der (Konsolidierung des zionistischen Budgets fand zum Schluß auch im Lager der Arbeiterschaft keine prinzipiellen Gegner. Nur über das Maß der Konsolidierung und ihre Richtung gingen -die Meinungen auseinander. Die Beschlüsse des Kongresses, an dem übrigens fast alle bedeutenderen Führer der palästinensischen Arbeiterschaft als Delegierte teilnahmen, riefen indes in allen' Kreisen der Arbeiterschaft tiefe Unzufriedenheit, zum Teil auch Verbitterung hervor. Die Gründe hierfür sind sowohl in der Zusammensetzung der neuen Palästinaexekutive wie auch in vielen Beschlüssen des Kongresses, in erster Reihe aber in dem neuen Budget zu suchen. Sofort nach Schluß des »Kongresses setzte in der ganzen Arbeiterpresse ohne Unterschied der (Richtung eine heftige Kampagne sowohl «gegen die neue Exekutive wie auch gegen «die Kongreßbeschlüsse ein, die 'Ziemlicth bis zum heutigen Tage andauert. Dem Vorgeschmack der Ereignisse konnte man in mancher Beziehung schon während der Tagung des Kongresses (insbesondere bei den Kämpfen um die ,,'Nir''-Frage wie auch bei den tage-