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Palästina · 1927-01-01 · Heft 12 · p. Seite 582

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 12
Article
Die Frage der Vereinigung der Arbeiterparteien ("Ichud")
Date
1927-01-01
Page
Seite 582 (sequence 2)
Language
German
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582 Problem1 nunmehr wiederum: ernst ins: Rollen gebraght. worden istj ^s;Mcher großer Anstrengungen bedürfen .wird., - wn. es zai einem, positiven Abschluß m b ringen; <und das Endergebnis alles eher als iichfer ist, ist auf eine gabze Reihe vorf Ursachen .'»uriiokzuführen^ von4 denen nur 'die wichtigsten hier angeführt seien. Da ^ind zunächst die historischen Reminiszenzen von ganz besonderer Bedeutung, insbesondere deswegen, weil sie für einen ziemlich großen Teil der Arbeiitecschaft bis zium heutigen Tage fast .ausschlaggebend geblieben sind. Ihr6m Ursprühg~;näch sind die beiden Parteien girtind^ verschieden. Der H a ip K> e i tjk$ aar war; jais?eine ausgesprochene zionistische Pionierpartei entstanden. Seine Losung war die Eroberung der jüdischen Arbeit irh Lande als einer 'Grundbedingung der .Verwirklichung des Zionismus. (Etwaige .separatistische Klassenmomente waren ihm vollständig fremd. Er ist auch dieser Einstellung mit .fgeringen Modifikationen »bis zum, heutigen, Tage1 während seiher schon mehr als zwanzigjährigen Geschichte treu geblieben; Ganz anders war der Entwicklungsgang der Äc h d u t h - H a a w o d a. Ihre Miutterpartei,. der palästinensische Landesverband der PoaJe- Zion, führte in denersten Jahren ihrer Tätigkeit (seit 1906) wenigstens in der Theorie eine scharfe Klassenpolitik. Verwirklichung des Gedankens einer Arbeitsstätte für das jüdische Proletariat im Wege des sozialistischen Klassenkampfes im Sinne der Ideologie der russischen Poale-Zion war das Ziel. Erst das Leben, das der grauen Theorie so gar nicht1 entsprach, brachte eine radi-- fcaj'e Modifikation der Einstellung der Partei. Der Umbildungsprozeß, der bereits vor deih Weltkrieg sehr weit fortgeschritten war, hat erst mit der Gründung der ÄcMiuth-Haawoda im Jahre 1919, die als Resultat der gescheiterten Vereinigiungsverhand'lungen zwischen den. beiden Parteien entstanden war und nebst den PöaJe- Zion auch einen Teil der bisher •unparteiischen Arbeiten <und soigar auch einen geringen Bruchteil des Hapoel-Hazair »umfaßte, seinen Abschluß gefunden. Sind aiuch einige wenige Bestandteile 4er vorherigen Ideologie erhalten geblieben, der Schwerpunkt versdhob sich vollständig auf die zionistischen Programmpiunkte, ganz im Sinne -des Programms und der Taktik des Hapoel-Hazair. Der Unterschied zwischen den, beiden Parteien sank auf ein Minimum. Und doch würden wir sicher fehlgehen, wollten wir von den Spuren absehen, die dieser tiefe Umbildungsprozeß sowohl in mancher Hinsicht in der Einstellung der Achd'Uth-Haawotda als^ Lauch in der Ziusammensetztung ihrer Mitglieder mrüetogefessen hat und die heute den Vereinigungspro^eß bedeutend erschweren. Bleiben, wir 'zunächst bei der Ideologie. Der Ausgangspunkt «und ziemlich lange Zeit hindurch Hauptbestandteil des Programms der heutigen Achduth-Haawoda, das «Klassenbewußtsein,- das auch eine mehr oder minder scharfe Klassenpolitik vorschreibt, ist, wenn aucir in mehrfacher Hinsieht verkümmert und abgeschwächt, doch bis zum

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