Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Palästinensische Düngungsfragen
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 581 (sequence 10)
- Language
- German
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581 Lande zu Hilfe kommen. Außerdem kann sich der Bodenbebauer dürcfr Kömpostbereitiing und Gründüngung den ihm nötigen Dünger Iii genügender Menge selbst erzeugen, nur müssen für Gründün*-. gung noch praktische; Methoden dureh die; . Versuchsstationen gefunden werden. Die Frage der'■\V^inigjuji"g der Arbeiterparteien (nIchiidc-). Von Dr. Ärieh Tartakower, Lodz. Aus einem ganz eigenartigen Komplex von Faktoren und Bedingungen verschiedenster Art ist genes nicht nur für die jüdische Arbeiterbewegung in Palästina, sondern auch für die ganze zio-i nistische Bewegung hodhbedeutsame Probien! entstanden, däs heute als die Ichudfrage (bezeichnet wird. Seine besondere Aktualität gerade im gegenwärtigen Augenblick läßt es als ratsam erscheinen, äer Frage jetzt schärfer .an den Leib zu rücken und sich der. Lösungsinöglicihkeiten bewußt zu werden. Zunächst einige Definitionen. Worin, besteht die Jchudfrage? Es ist dies-die Frage der Vereinigung der beiden führenden jüdischen; Ärbeiterparteieh in Palästina A ch d u th-Haaw0da «und. Ha- - poeil Hazair in eine, einzige politische Partei auf Grand eines gemeinsamen Programms und einer gemeinsamen Taktik. Um die Bedeutung eines derartigen Schrittes 'richtig einzuschätzen, muß man sich nun zweierlei vor den Augen halten: Erstens daß die beiden Parteien, wenn, wir nicht bloß die Zahl ihrer lunmitteilbaren .Mit* glieder, sondern auch die ihrer 'Sympathiker 'und unter ihrem Einfluß Stehenden in Betracht ziehen, die weitaus überwiegende Mehrheit der jüdischen Arbeiter im Lande umfassen. Beiden Wahlen zur 3. Konferenz der Allgemeinen Gewerkschaft der jüdischen Arbeiter in Palästina, der „Histadrath", sind auf die Listen der beiden Parteien 13.619 Stimmen, das sind 85,5 Prozent aller abgegebenen Stimmen gefallen. Zweitens aber soll betont werden, daß die programmatischen Unterschiede zwischen den beiden Parteien, heute bereits sehr 'gering, die taktischen aber fast null.sind. Meinungsverschiedenheiten /und Zusammenstöße gibt es unter ihnen fast nur in inneren Fragen des jüdischen Ar<beiterlebens und auch da werden sie immer seltener. Nach außen, hin, und zwar in erster Reihe im jüdischen und zionistischen öffentlichen Leben treten die beiden Parteien fast itnmer als eine einheitliche, geschlossene Front hervor. Daß es aber trotzdem «und trotz der in den letzten Jahren immer wieder mehr oder minder zaghaft unternommenen Versuche bis zum heutigen, Tage zu keiner Vereinigung der beiden Parteien gekommen ist »und daß es auch jetzt, wenngleich das