Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Palästinensische Düngungsfragen
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 579 (sequence 8)
- Language
- German
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,579 r möglichst .kurzer Zeit. :ziu klären. -Ich kann deshalb nur metoe persönlichen Ansichten äußern .u-nid hoffe, 4amit einige; Änregiuriigen m :geben. . . .. -v ... . \; ,/ ■": >;• Eine ganz besondere. Bedeutung -erhält die Gründüngung c jjjhjLidurch, daß . nach den Porscbuingsergebnissen, eine bestimmte /Pflianzenfamilie■. die-.'Fähigkeit besitzt, mit Hilfe von - B«aktei;|qn^ die auf ihren Wurzeln in Symbiose leben^ den freien Stickstoff [ der 5Luft zu binden und für das Pflanzenwachstuin...nutzbar •.ziu.i&achen. Das ist die Familie der SchmetterlingsWoitler ■ (Leguminosen), zu : der Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen etc., sowie auch die gesamten Kleearten und Luzerne gehören. Man hat .also den Vorteil, einen Teil der teuren chemischen Stickstoffdüngung sparen zu . können, wenn man mit Pflanzen aus dieser Familie grundüngt. Der Anwendung in Palästina stellen sich aber große Hindernisse entgegen. In nördlichen Ländern ist es möglich,. Gründüngung als Nachfrucht von Getreide »zu säen und dann während des Winters . unterzupflügen. In Palästina liegen dafür, die klimatischen Verhältnisse viel ungünstiger (ich spreche hier von un'bewässertem Boden) und erst umfangreiche Versuche müssen lehren, inwieweit jetzt folgende Gedanken ausführbar isind. Zuerst müssen wir uns darüber klar sein, daß bei d§#i humusarmen Boden die Humusnützung unbedingt das Primat vor der Stickstoffnutzung haben muß, außer natürlich in dem Fall, wenn man beides vereinigen kann. Es existieren nämlich »sehr schnellwachsende, nicht Stickstoff sammelnde Pflanzen, deren Kultur unter bestimmten Verhältnissen den Vorzug vor den Schmetterlingsblütlern haben kann. Ferner sei vorausgeschickt, daß, um vollen < Nutzen von der Düngung zu. haben, die Pflanzen so frisch und grün wie möglich untergearbeitet werden müssen, da sie nur so sofort zu faulen beginnen. Sind sie abgewelkt oder trocken, so geht zuerst ein großer Teil der Feuchtigkeit dem Boden verloren, und die Pflanzen erhitzen sich, was mit. einem großen Verlust, an Masse verbunden ist und außerdem für den Boden starke Nachteile hat. In bewässerbarem Boden ..macht die Anwendung der Gründüngung keine Schwierigkeit und kann beliebig, je nach den Erfordernissen des Anbaus, zwischen einzelne Kulturen geschoben .werden. Es existieren ischnellwachsende Pflanzen wie Senf öder bestimmte Kreuzblütlerarten, auch Mais, der große organische Massen liefert, käme dafür in Betracht, die mit Bewässerung schon nach 1 bis IV2 Monaten umgebrochen werden können. Auf unbewässertem Boden gibt es drei Möglichkeiten: 1. Man verzichtet auf eine Ernte und kultiviert die Gründüngung als Hauptfrucht. . '; 2. Man baut, die .Gründüngung /als, Vorfrucht zu Sommerpflanzen. 3. Man baut die Gründüngung,v als Nachfrucht MnteF Winterkultüren.