Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1938)
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. Alfred Michaelis. Tel-Aviv.
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 87 (sequence 5)
- Language
- German
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sich dabei vor allem um den Boden am Toten Meer, 32.141 Dunam in Schomroai und 43.468 Dunam in Unter- und Obergaliläa. Aus den landwirtschaftlichen Siedlungs-, Bevölkerungs- und Betriebsziffern ergibt sich die starke Konzentration des jüdischen Siedlungswesens in der Küstenebene. Entwicklung des Hypotheken- und Kapitalmarktes. Die General Mortgage Bank of Palest ine Ltd. (Allgemeine Hypothekenbank) veröffentlichte Ende Jänner ihren Abschluß und Geschäftsbericht für das Jahr 1937, der in Anbetracht ihrer überragenden Bedeutung als Hypothekarkreditinstitut und der Tatsache, daß ihre Pfandbriefe das wicht'gste Anlagepapier des palästinensischen Kapitalmarktes darstellen, zugleich ein Bild der Entwicklung des Hypotheken- und Kapitalmarktes gibt. Trotz der Depression und im Gegensatz zu den heftigen Schwankungen auf den internationalen Effektenmärkten hat sich der palästinensische Wertpapiermarkt im Verlaufe des letzten Jahres außerordentlich stabil gehalten. Das Kursniveau lag am Jahresende sogar beträchtlich über demjenigen zu Jahresanfang. Dabei erwies sich der Effektenmarkt noch in starkem Ausmaß für neue Pfandbrief-Emissionen aufnahmefähig. Diese Erscheinung erklärt sich daraus, daß in Palästina noch große Kapitalfonds vorhanden sind, die bisher als Depositeneinlagen bei den Banken gehalten werden, auf die Dauer aber doch eine höher verzinsliche Anlage suchen. Infolgedessen konnte die Mortgage Bank im letzten Jahr' weitere Pfandbrief Serien placieren. Die ihr aus dem Pfandbriefabsatz zufließenden Mittel sind dem städtischen Hypothekenmarkt zugute gekommen. Infolgedessen gestaltete sich auch der Ilypothekenmarkt trotz allgemeiner Finanzierungsschwierigkeiten sehr flüssig. Diese Liquidität verstärkte sich noch insofern, als die Bautätigkeit und damit auch die Nachfrage nach Neubau-Hypotheken zurückgegangen ist. Die der Hypothekenbank zur Verfügung stehenden Mittel konnten unter diesen Umständen die außerordentlich wichtige Funktion der Hypothekenumschuldung übernehmen. In den Jahren der starken Bautätigkeit wurde diese bekanntlich sehr weitgehend durch kurzfristige Privathypotheken finanziert, die nach 2—3 oder längstens nach fünf Jahren fällig werden. Derartige Fälligkeiten sind im vergangenen Jahre im ziemlich starkem Umfang eingetreten und — wenn der Hypothekenbank aus dem Pfandbriefabsatz nicht erhebliche Mittel zur Verfügung gestanden wären, — hätten sich für den Hausbesitz Schwierigkeiten ergeben können, da nicht damit zu rechnen war, daß die fällig gewordene Privathypothek durchgängig verlängert oder ersetzt werden können. Die Mortgage Bank ist in diese Bresche gesprungen, und h at so, wie es in ihrem Geschäftsbericht heißt, erhebHefa zur Konsoiidierun g des städtischen Ilausbesitzes beigetragen. Pfandl >r:efabsatz und Hypothekenge Währung der Mortg age Bank weisen im Jahre 1937 folgendes Bild auf: Pfandbrief Umlauf LP. Hypothekenbestand LP. Per 151. Dezember 1930 1,851.540 Per 31. Dezember 1930 2,074.543 15)37 emittiert (5° oige) 430.000 1937 hinzugekommen 033.495 2,331.540 "2,708.038 1937 ausgelost (6<> o ige) 101.540 1937 zurückgezahlt 134.79» Per 31. Dezember 1937 2,230.000 Per 31. Dezember 1937 ""2,573.240 B au v o r s ch ü s se 30.990 Gesamtsumme 2,604.230