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Palästina · 1938-02-01 · Heft 2 (Februar 1938) · p. Seite 78

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Journal
Palästina
Volume
21 (1938)
Issue
Heft 2 (Februar 1938)
Article
Eine Hauptstadt für den Judenstaat
Date
1938-02-01
Page
Seite 78 (sequence 8)
Language
German
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anlüge ökonomisch. Dazu ist folgendes zu betrachten: Nehmen wir an. daß der Judenstaat Geld zu einem Zinsfuß von 4<>/o zur Verfügung haben wird. Der Beamte» der in einem Privathause wohnt, muß eine Miete zahlen, die die Baukosten mit mindestens 8% verzinst. Diese Miete zahlt er von dem Geltalt, das er von der Regierung bekommt. Wenn nun die Regierung dem Beamten diesen Teil des Gehaltes als kostenlose W ohnung zur Verfügung stellt, so erspart sie die Hälfte davon. Nehmen wir an, daß die Wohnbauten mit allem was dazu gehört, die Hälfte der Gesamtkosten von Herzlia beanspruchen, so kann die Regierung mit diesen Ersparnissen alle anderen Bauten in Herzlia gratis haben. Ueberdies ist in Betracht zu ziehen, daß der Bau von mehreren tausend standardisierten Wohnhäusern weitere Ersparnisse bietet. Eine Regierungsanleihe müßte für einen solchen Zweck zu besonders günstigen Bedingungen zu erhalten sein, weil hypothekarische Sicherheit geboten werden kann. Der Bau von Herzlia würde natürlich einige Jahre in Anspruch nehmen. Inzwischen müßte ein immer kleiner werdender Teil der Beamtenschaft in Haifa Unterkunft finden. Wenn wir annehmen, daß der Bau 3 Jahre dauert, so wäre während dieser Zeit ständig etwa 5000 Arbeitern Beschäftigung oder 20.000 Menschen Verdienst geboten^ Rundschau Politik. Die Frage der Unabhängigkeit Syriens. Von a. b. Noch immer ist der Vertrag Syriens mit Frankreich betreffend die Aufhebung des Mandates durch den Völkerbund vom französischen Parlament nicht ratifiziert worden. Sowohl in Frankreich als in Syrien wurden Abänderungswünsche laut. Der syrische Ministerpräsident Dschemai Bey Mardam hat vor kurzem in Paris neue Verhandlungen geführt und der Völkerbund hat sich soeben mit dem Wahlstatut für den Sandschak Alexandrette beschäftigt. Die syrische Oeffentlichkeit, von dem populärsten arabischen Führer des Landes Dr. Abd er Rahman Schabander aufgestachelt, wirft der syrischen Regierung Verrat am Volke vor, weil sie in das Sonderstatut für den wSandschak (d. h. Provinz) Alexandrette gewilligt hat. Niemand zweifelt daran, daß dies nur ein Vorspiel für die Annexion des Sandschaks durch die Türkei bedeutet. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie diese Annexion verhindert werden könnte, da die Westmächte seit der Spannung im Mittelmeer mit der Türkei eng verbündet sind und nach langen Verhandlungen mit ihr die Sonderstellung des Sandschaks schon 1924 anerkannt worden war. (Wie verlautet, trachtet der MuftÜ gleichfalls eine Schwenkung zu England zu machen, um die Errichtung des Judenstaates zu verhindern. Er verhandelt angeblich auch mit der Türkei.) Jm Frühjahr dieses Jahres sollen Wahlen im Sandschak stattfinden, doch erhob die Türkei Protest gegen das Wahlstatut, das die Völkerbundkommission ohne Einvernehmen mit ihr ausgearbeitet hatte. In der kürzlich abgehaltenen Völker.- bunds-Ratstagung wurde, wie gemeldet wird, mit der Türkei eine Einigung

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