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Palästina · 1938-02-01 · Heft 2 (Februar 1938) · p. Seite 57

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Journal
Palästina
Volume
21 (1938)
Issue
Heft 2 (Februar 1938)
Article
Betrachtungen über die Triebkräfte der jüdischen Wirtschaft
Date
1938-02-01
Page
Seite 57 (sequence 7)
Language
German
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doch wurden von den Auslandsmärkten bestimmt. Weil die Zitruswirtsehaft in der von Einwanderung bestimmten Wirtschaft ziemlich selbständig ist, als ein Gebiet, in dem nicht die „expansiven äußeren Faktoren" bestimmend sind, ist der Anteil der Zitrusindustrie an der jüdischen Wirtschaft in den letzten Jahren relativ gefallen. Bei der Zitruswirtschaft fanden wir den entscheidenden Faktor in den „äußeren Pröduktionsbedingungen", nämlich den Weltmarktpreisen für Zitrusfrüchte. Dagegen hat der Trend der Weltwirtschaft in der jüdischen Wirtschaft Palästinas bei weitem nicht den Einfluß, den er in anderen Ländern hat. Seine direkten Wirkungen sind in Palästina im wesentlichen auf folggenden Gebieten spürbar. a) in Zeiten des Wirtschaftsaufschwunges auf dem Weltmarkt; 1. Verteuerung der Einfuhrwaren (Verbrauchswaren, Rohstoffe u nd In vestitionsgüter), 2. Verringerung der ausländischen Konkurrenz auf dem inneren Markt und auf den für Palästina wichtigen Ausfuhrmärkten, 3. Vergrößerung der palästinensischen Ausfuhr; b) in Zeiten einer Depression des Weltmarktes; 1. \ erbilligung der Einfuhr, 2. vergrößerter ausländischer Wettbewerb am palästinensischen Markt und in den Ausfuhrländern (Dumping). Die Verteuerung der eingeführten Waren in weltwirtschaftlich günstigen Zeiten spielt bei der relativen Größe der Einfuhr gewiß eine Rolle. Nimmt man an — nur um eine ungefähre Größenordung des Einflusses zu erhalten — daß durch einen Weltwirtschaftsaufsehwung die eingeführten Waren um 20% steigen, so würde dies (bei Annahme einer mengenmäßig gleichbleibenden Einfuhr, die in Krisenzeiten LP. 15,000.000 kostete) die Kosten derselben um LP. 3,000.000 erhöhen. Da bisher die palästinensische Ausfuhr ohne Zitrus nur einen Bruchteil dieser zusätzlichen Kosten ausmacht, würde die weit größere Gewichtigkeit der Einfuhrverteuerung zum Schlüsse führen, daß Zeiten der Weltwirtschaftskrise günstiger für die sich im Aufbau befindliche jüdische Wirtschaft seien (weil sie die Kosten des Aufbaues verringern) als Konjunktur. Dieser Schluß ist aber nicht ganz überzeugend, denn a) die Verteuerung der eingeführten Verbrauchsgüter führt in erster Linie zu einem verstärkten Absatz der Produkte auf dem inneren Markt. Der Ersatz des eingeführten Artikels

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