Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1938)
- Article
- Der Buchhandel in Palästina
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379966-2379967-2414315--26640-2414438- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
heimischen Buchhandel zu bestellen. Ein solcher Appell wird verständlich, wenn man die Einschränkung des palästinensischen Büchermarktes durch die großen Bibliotheken der Einwanderer, durch die fortlaufenden Buchspenden aus dem Ausland und durch die hohen Buchpreise im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen berücksichtigt. Der Buchhandel erfüllt trotz einer gewissen Uebersetzung eine nützliche Aufgabe in der palästinensischen Wirtschaft. Nicht nur der hebräische Buchhandel, dem unser Schrifttum so viel verdankt — auch der ausländische Buchhandel ist ein nützliches Fenster in die große bunte Welt. Nachrichten und Daten Abgeschlossen am 5. Jänner 1938 POLITIK. Das englische Weißbuch — Teilung aufgegeben? Am 5. d. M. ist ein vom 23. Dezember 1936 datiertes Schreiben des Kolonialsekretärs Ormsby-Gore an den Oberkommissär in Form eines Weißbuches erschienen. Darin wird unter anderem betont, daß die Regierung zwar ihre allgemeine Zustimmung zu den Ausführungen der Palästina-Kommission (Peel-Commission) gegeben habe, denen zufolge ein Schema der Dreiteilung des Landes die b^ste Lösung des Problems darstelle. Der Kolonial minister möchte jedoch klarstellen, daß sich die britische Regierung in keinem Sinne zur Billigung des Planes verpflichtet fühle. Insbesondere habe sie nicht den Vorschlag der Kommission angenommen, die Araber zwangsmäßig vom jüdischen ins arabische Gebiet umzusiedeln. Es sei bereits bekanntgegeben, daß eine neue Sonderkommission für Palästina ernannt werden soll, die der Regierung Vorschläge für ein ins einzelne gehendes Teilungsschema zu unterbreiten haben werde. Die Funktion der neuen Kommission würde demzufolge die eines technischen Ausschusses sein. Sie wird erstens Grenzen für den geplanten jüdischen und den arabischen Staat sowie für ein britisches Mandatsgebiet zu empfehlen, zweitens die mit einer Teilung zusammenhängenden wirtschaftlichen und finanziellen' Fragen zu prüfen und über das Ergebnis der diesbezüglichen Studien Bericht zu erstatten haben. Der Kommission sei die Weisung erteilt worden, den von der Peel-Kommission vorgeschlagenen Teilungsplan zwar in Betracht zu ziehen, sich aber völlig frei zu fühlen. Abänderungen dieses Planes einschließlich aller eventuellen Veränderungen in bezug auf die im Peel-Bericht in Aussicht genommene Grenzziehung vorzuschlagen. Weiter heißt es in dem Brief Ormsby-Gores: „Sollte als Ergebnis der Studien der neuen Untersuchungskommission, deren Ausarbeitung zweifellos viele Monate in Anspruch nehmen wird, seitens der britischen Regierung ein Teilungsplan für gerecht und durchführbar erachtet werden, wird dieser dem Völkerbundrat zur Begutachtung vorgelegt werden müssen. Falls der Völkerbundrat den Plan annimmt, wird es eine weitere Zeitspanne dauern, ehe man zu Schlußfolgerungen kommt, und die entsprechenden administrativen Aenderungen vorgenommen werden können. Es ist auch möglich, daß die britische Regierung im Licht der Empfehlungen dieser neuen Kommission sich genötigt sehen wird, die Vorschläge der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes einer genauen Prüfung zu unterziehen, in denen angeregt wurde, daß das arabische und das jüdische Cebiet vorübergehend unter einem kantonalen oder separaten Mandatssystem weilerverwaltet werden