Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Über die Geflügelzucht in Palästina
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 4)
- Language
- German
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leicht in nicht allzu ferner Zukunft würde Palästina sich auch mit grossem Export von Produkten der Geflügelzucht beschäftigen und (dank seiner geographischen Lage eine angesehen>e Stellung unter den Ländern einnehmen, die sich mit diesem Export befassen. Als ich in Palästina war, wollte ich einen „Brutplatz mustergültigen Geflügels" errichten, aber da ich auf Auszahlung nicht das kleine Stück Land bekam, das ich nötig gehabt hätte zur Errichtung der unbedingt notwendigsten technischen Einrichtungen nach Muster der westeuropäischen Brütereien, musste ich Palästina verlassen. Mein kurzer Aufenthalt dortselbst brachte den Kolonisten von Pethach-Tikwah viel Nutzen, da ich ihnen viele rationelle Ratschläge gab, wie sie die Küchlein erhalten könnten, kranke Vögel behandelte und die Eierergiebigkeit mancher Arten Hühner vergrösserte. Der Nutzen, welchen den Kolonisten meine mustergültige Brüterei bringen kann, ist nicht zu bezweifeln. In den meisten Fällen behandeln die Kolonisten die Geflügelzucht sehr nebensächlich, weshalb die Hühner entarten und unfruchtbar ausarten. Deshalb ist mein „Brutplatz" unbedingt notwendig und zwar je früher desto besser. Nur der „Brutplatz" wird den Kolonisten die Möglichkeit geben, das nötige Wissen zu einer perfekt geführten Geflügelzucht zu schöpfen und nur auf solch kulturellem! Wege wird es möglich sein, diese auf ideale Höhe zu bringen und die Erkrankungen und Verheerungen in den Geflügelhäusern unmöglich zu machen. Pastor A. Reuter, Meldorf in Holstein: Eine jüdische Liste der von den Talmudisten für heilig gehaltenen Stätten Palästinas aus dem Jahre 1766. B. G. Niebuhr, der gelehrte Verfasser der römischen Geschichte, setzt in der Biographie seines Vaters, dem arabischen! Reisenden Carsten Niebuhr, ein herrliches Denkmal der Dankbarkeit. Und in der Tat sind noch heute lesenswert seine dreibändige Reisebeschreibung (Kopenhagen 1774, 1773 und Haimburg 1835) von Aegypten, Arabien, Indien, Persien, der asiatischen wie der europäischen Türkei und Syriens sowie das mehr gelehrte Buch „Beschreibung Arabiens", dessen Abbildungen noch heute in Bibellexicis Verwendung finden. Die Veranlassung zu dieser ausgedehnten Orientreise Niebuhrs war der IWunsch |des Professors der orientalischen Sprachen in Göttingen, Michaelis, dass für die gelehrte Erforschung des alten: Testaments, viele Erläuterungen durch anschauliche Beobachtung und Erkundigung in Arabien gewonnen werden möchten. Denn das Land sei als unbetreten von europäischen Reisenden 88