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Palästina · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 44

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Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Das Schulwerk des Hilfsvereins in Palästina
Date
1908-01-01
Page
Seite 44 (sequence 2)
Language
German
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Sein Weg führte ihn über Kleinasien, Smyrna, Rhodus, zunächst nach Beiruth, von idort über Tripolis hinauf bis nach Aleppo im Norden und alsdann durch ganz Syrien über Damaskus nach Palästina. Ganz Palästina wurde ausschliesslich zu Pferde und zu Wagen bereist. An allen für ihre Zwecke in Betracht kommenden Plätzen haben die Herren Station gemacht und in gleichem Umfange sich über die städtischen wie ländlichen Verhältnisse — die jüdischen Kolonien in erster Reihe — unterrichtet. Mit lebhafter Genugtuung darf es uns erfüllen, feststellen zu können, dass die prinzipiellen Grundlagen, die wir unserem palästinensischen Schulwesen von Anbeginn gegeben haben und das System des Aufbaues desselben sich bewährt haben. Die Fundamentierung des ganzen Erziehungswesens von unten her durch Kindergärten, von oben her durch ein Lehrerseminar im Lande selbst, sowie Geist und Lehrplan dieser Anstalten sind eine feste und breite Basis für die weitere Entfaltung unseres Schulwerks geworden. Auch die praktische Organisation der Anstalten funktioniert aufs Beste, dank der umsichtigen Leitung und Ueberwachung durch Herrn Direktor Ephraim Cohn in Jerusalem, der hingebenden Tätigkeit trefflicher Lehrkräfte und der verständnisvollen Mitarbeit aus den Kreisen der Bevölkerung selbst in Schul- und Kindergartenkomitees. Das Schulwerk des Hilfsvereins der Deutschen Juden ist aus den Bedürfnissen der jüdischen Bevölkerung des Landes heraus entstanden, ist dem religiösen, Verkehrs- und wirtschaftlichen Leben derselben aufs engste angepasst und entwickelt sich als ein Organismus von lebendiger Kraft in engem Zusammenhang mit der Gesamtentwickelung des palästinensischen Lebens und hat darum eine ausserordentlich werbende Kraft. Es laufen Gesuche über Gesuche betr. Gründung von Schulen und Kindergärten bei uns ein, denen wir leider erst nach und nach entsprechen können, aus zwei Gründen: erstens wegen Mangels geeigneter Lehrkräfte; erst allmählich liefert unser Lehrerseminar den erforderlichen Nachwuchs; und sodann, weil ganz ausserordentliche Mittel zur Verwirklichung der vielfachen Aufgaben erforderlich wären — Mittel, über die wir zu (unserem lebhaften Bedauern trotz der Hilfsbereitschaft der deutschen Juden noch nicht verfügen. Es sei hier nur kurz auf die Grundtendenzen eingegangen, die bei Begründung und Ausgestaltung unseres Schulwerks massgebend gewesen sind, und die nunmehr nach den Studien des Herrn Dr. Nathan an Ort und Stelle als bleibendes Programm niedergelegt worden sind. Der Hilfsverein organisiert seine Bildungsanstalten nach 44

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