Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Behandlung der Malaria mit Atoxyl
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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rung des Atoxyls, mit seiner richtigen Anwendungsweise zu beschätigen haben und mit den hochwichtigen Fragen, ob dieses Arsenpräparat bei ällen Malariaformen wirksam ist, ob man es bei Schwarzwasserfieber1) mit Nutzen anwenden kann und ob dem Atoxyl eine prophylaktische Wirkung gegen Malaria zukommt, wie es bei -der Schlafkrankheit, der Hühnerspirillose und wahrscheinlich bei der Syphilis der Fall ist. Die von mir verabreichte Dosis hat keine nennenswerten Nebenerscheinungen hervorgerufen. Bei manchen Patienten traten nur Magen- und Kolikschmerzen, Durchfall und ein unangenehmes Kratzgefühl im Halse auf. Ich will nicht behaupten, die passendste Dosis gefunden zu haben. Es ist wohl denkbar, dass das Atoxyl in manchen Fällen seine Wirkung nur in grösseren Dosen entfaltet, oder dass es auch in kleineren, und vielleicht zu feiner passenderen Zeit verabreichten Dosen wirkt, was die Häufigkeit der eventuell auftretenden Intoxikationserscheinungen verringern würde. Worauf die Wirkung des Atoxyls beruht, ob sie auf die grosse Arsenmenge, welche dem Körper auf einmal zugeführt werden kann, oder auf die organische Komponente des Präparates oder äuf den Umstand, dass das Arsen in statu nascendi besser wirkt, zurückzuführen ist, lässt sich zur Zeit nicht entscheiden. In Anbetracht der Wichtigkeit der aufgeworfenen Frage gebe ich mich der Hoffnung hin, dass Nachprüfungen2) bald folgen werden, die uns gestatten werden, die Erfolge der Malariabehandlung mit Atoxyl in imöglichst zuverlässiger Weise festzustellen. -□ Ein jüdisches Technikum in Palästina. „Durch eine ungemein erfreuliche Kunde sind am vorletzten Sonntag die Teilnehmer an der Generalversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden überrascht worden" — schreibt die „Welt" vom 10. April 1908. Infolge einer Spende der Familie Wissotzky hat die Gründung eines jüdischen Technikums eine gewisse materielle Unterlage! bekommen. Aber abgesehen von dieser viertel Million Franken sollen weitere fünfmalhunderttausend für das Unternehmen schon bereit stehen. Und noch ein Faktum muss an dieser Stelle betont werden. Der „Hilfsverein der deutschen Juden" will die ganze Angelegen- *) Tritt in Palästina besonders in der jüdischen Kolonie Chederahauf. (D.Red.) 2) Wir können den jüdischen Aerzten Palästinas dahingehende Versuche aus den verschiedentlichsten (praktischen und wissenschaftlichen) Gründen nur dringend anraten (Die Redaktion.) 27