Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die hebräische Sprache in Palästina
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 5)
- Language
- German
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Europa. Während es hier ein nichtsemitischer ist, kommt er dort mehr und mehr durch die nahe Berührung mit dem Arabischen zur Geltung. Zwar ist dies bis jetzt noch in geringem Masse der Fall. Denn nur die Juden aus Asien und Afrika sind von der arabischen Sprache stärker beeinflusst, während denjenigen laus Europa das Arabische noch fremd ist Doch lässt sich eine solche Einwirkung schon nachweisen. Zunächst imacht sich der arabische Einfluss in der Aussprache des Hebräischen bemerkbar. Nach und nach schwindet die europäische „aschkena^ische" Aussprache in allen ihren Abzweigungen vor der asiatischen „sefardischen"; und diese befestigte sich, besonders in Galiläa, am meisten in ihrer syrischen Abart, welche der Aussprache des Vulgärarabischen in Palästina sehr nahe steht. Dann zeigt «ich dieser Einfluss in ganzen Klassen von arabischen Wörtern, die ins Hebräische übergehen. Auch sind vielleicht (manche grammatische Abweichungen in der hebräischen Umgangssprache auf den Einfluss der arabischen Umgangssprache zurückzuführen. —□ — Dr. med. M. Georgopulos, Athen: Die Behandlung der Malaria mit Atoxyl*). Obwohl sich das Chinin bei der Behandlung der Malaria so glänzend bewährt hat, wurde dennoch die Ermittelung eines brauchbaren Ersatzmittels dieses ausgezeichneten Medikaments nie als überflüssig betrachtet, sondern bildet von jeher einen heissen Wunsch für die Aerzte, besonders der Malarialänder. Es ist ja jedem Arzt bekannt, dass wir allein mit dem Chinin trotz der eklatanten Wirkung, die es m der Regel entfaltet, nicht auskommen können. Denn es gibt Fälle, wo dieses Spezifikum versagt, oder wo es von dem zu behandelnden Individuum nicht vertragen wird. Unser Arzneischatz kann in Bezug auf Ersatzmittel des Chinins trotz der zahlreichen Forschungen nicht als recht reichlich versehen, ange- *■) Vortrag gehalten in der medizinischen Gesellschaft zu Athen. Bei der Wichtigkeit der Malaria, die neben den Augenkrankheiten die häufigste Krankheit Palästinas und deshalb nicht ganz mit .Unrecht gefürchtet ist, verdienen diese Ausführungen das weitgehendste Interesse all der Kreise, die sich mit den Ansiedelungsfragen dieses Landes befassen. Sollte es gelingen, auf die angedeutete Weise der Malaria Herr zu werden, so könnte man getrost die hygienischen Verhältnisse des Landes als vor. zügliche bezeichnen, da z. B. die schweren Krankheitsformen des Nordens, wie z. B. Tuberkulose, fast völlig fehlen. 24