Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1937)
- Article
- Die Bedeutung des Zitrusbaues für die Volkswirtschaft
- Date
- 1937-12-01
- Page
- Seite 622 (sequence 2)
- Language
- German
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Anbaufläche der Zitruspflanzungen (in runden Ziffern) 1 In 1000 Dun am Jahr Jüdische Nicht jüdische Gesamt¬ Pflanzungen Pflanzungen anbaufläche 1922 .....10 2? 32 1924 ..... 12 22 H 1926 .....17 25 42 1928 .....31 40 7! 1930 .....60 50 110 1931 ...... 70 59 129 1932 .....90 74 164 1933 .....120 84 204 1934 .....145 115 260 1935 .....153 135 288 An dieser Entwicklung haben Juden und Araber in den einzelnen Jahren sehr verschieden Anteil genommen. Bis zum Jahre 1928 dehnt sich die arabische Zitrusindustrie rascher als die jüdische aus. Ihre Anbaufläche ist im Jahre 1928 um 30% größer als die der jüdischen Orangenpflanzungen; im Jahre 1930 bleibt der Flächenumfang der arabischen Zitrusindustrie zum erstenmal hinter dem der jüdischen zurück. Die Differenz, die im Jahre 1930 10.000 Dunam beträgt, wächst in den Jahren 1930/33 um mehr als das Dreifache, hält sich im Jahre 1934 annähernd auf derselben Höhe, und fällt im Jahre 1935 infolge des Zurückbleibens des jüdischen Orangenanbaus hinter den arabischen. Vergleicht man die Entwicklung der jüdischen und der arabischen Zitrusindustrie, so zeigt sich, daß vom Jahre 1928 ab der Anstoß zur Ausdehnung der Anbaufläche stets von der jüdischen Zitrusindustrie ausgegangen ist. In den Jahren 1928/30 vergrößerte sich die Anbaufläche der jüdischen Pflanzungen um 94%, die der arabischen um 25%. Im Jahrfünft 1928/32 ist der durchschnittliche jährliche Fiächenzuwachs in der jüdischen Zitrusindustrie um 70% größer als in der arabischen: er beträgt 14.750 Dunam, bei den Arabern 8500 Dunam. Die Beschleunigung der Ausdehnung der Zitrusindustrie, die im Jahre 1932 einsetzt, und zur Folge hat, daß die gesamte palästinensische Anbaufläche in den drei Jahren 1933/35 um genau so viel wächst wie in den sieben vorhergehenden Jahren, ist von der jüdischen Zitrusindustrie eingeleitet worden. Ihre Anbaufläche wuchs im Jahre 1933 um 30.000 Dunam, während der Zuwachs der arabischen Orangenplantagen nur 10.000 Dunam betrug. Im Jahre 1954 w^uchs die Anbaufläche der jüdischen und arabischen Wirtschaft annähernd gleichmäßig, und im Jahre 1935 setzt überall eine Verlangsamung ein. die im jüdischen Sektor schärfer in Erscheinung tritt als im arabischen. Der Anstoß zur Verdoppelung der Anbaufläche der palästinensischen Zitrusindustrie von 1931 bis 1034 war durch die hohen, überdurchschnittlichen Gewinne der Zitrusindustrie gegeben worden, die sich auch in den ersten Jahren der Weltwirtschaftskrise trotz ihres Ausfuhrchai akters nicht abschwächten. Diese Beständigkeit einer hohen Profitrate in einer Epoche allgemeiner Rentabilitäts- und Kaufkraftsenkung hatte die Ausdehnung der Industrie über ihre natürliche Pflanzungszone zur Folge. Dies geschah in der Annahme, daß die damit verbundene Erhöhung der Produktionskosten hinter der durchschnittlich erzielbaren Profitrate zurückbleiben werde. In der Saison 1934/35 stieg die palästinensische Orangenausfuhr um 25% gegenüber der Vorsaison uod die Kontingentpolitik der mitteleuropäischen Staaten zwang * Alijah. Kowez leinjanei Alijah. 1936, Tabelle 39.