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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 582

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
Eine Untersuchung über private Wirtschaften in Palästina [Nachricht]
Date
1937-11-01
Page
Seite 582 (sequence 3)
Language
German
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für Bewässerung, Bau von Haupt- und Nebenstraßen, Erweiterung landwirtschaftlicher Untersuchungen, Bereitstellung von Boden für landwirtschaftliche Versuche, Instruktionsdienst, finanzielle Erleichterungen und verbesserter Zollschutz. Von der Jewish Agency wäre die Erfüllung folgender sieben Forderungen zu wünschen: Schaffung von Fonds für die Ansiedlung von Gruppen und Einzelsiedlern, Nutzbarmachung von KKL-Boden für Privatsiedler, Überlassung von erschlossenem Land mit Wasser und Bodenreserve an Privatpersonen zu mäßigen Preisen und Unterstützung und Anleitung privater Initiative. Mangel an verfügbarem Land. Die Untersuchungen des A. E. C. über den Vorschlag, private' Wirtschaften durch öffentliche Körperschaften zu unterstützen, zeigen, daß die Schwierigkeit, geeignetes Land zu finden, das größte Hindernis für die Unterbringung von Mittelstandssiedlern in der Landwirtschaft war. So hätten Tausende von Kleinsiedlern in den letzten Jahren siedeln können, die landwirtschaftliche Ansiedlung hätte nicht so weit hinter der städtischen Entwicklung zurückzubleiben brauchen, und die jüdische Landwirtschaft hätte alle Arten jüdischer Einwanderer aufnehmen können, wie das in Industrie und Handel geschehen ist. Genügende Wasserversorgung der Privatwirtschaften, landwirtschaftliche Erziehung und Anleitung der Einzelsiedler, hinreichende Möglichkeit langfristige Kredite zu erhalten, und verschiedene Marktprobleme (einschließlich besserer Lagerungsmöglichkeiten für verderbliche Waren, verbesserte Transportbedingungen und Standardisierung der Sortierung und Verpackung) ' verlangen dringend einer Beachtung und machen entsprechende Maßnahmen öffentlicher jüdischer Körperschaften notwendig. Untersuchungen von 200 W irtschaften. Die Untersuchung, deren Resultate den ersten Bericht dieser Art auf dem Gebiete moderner jüdischer Landwirtschaft ergeben, erfaßt mehr als 200 Privatwirtschaften in verschiedenen Siedlungspunkten des Landes; 148 haben sich durch sorgfältig detaillierte Beschreibung für eine Analyse als die nützlichsten erwiesen. Diese wird jetzt veröffentlicht werden. Herr Salomon Dyk, der bekannte Agronom aus Deutschland, der im Jahre 1912 gemeinsam mit Prof. Franz Oppenheimer, Merchavia im Emek gründete, hat die Tabellen unter spezieller Berücksichtigung des Gesichtspunktes untersucht, ob die Lage der privaten Gemischtwirtschaften eine günstige wäre und unter den bestehenden Bedingungen eine erfolgreiche Ansiedlung in diesem Typ der Landwirtschaft möglich ist. Die Untersuchung selbst wurde von Herrn Gabriel Epstein, Absolvent der landwirtschaftlichen Abteilung der Californien-Universität durchgeführt, der in Diensten des A. E. C. steht und mit Herrn Dyk gemeinsame Arbeit leistete. Ihre Arbeit ergab eine Einteilung der verschiedenen Wirtschaftstypen nach ihren Charakteristiken (gemischt, spezialisiert, Hilfs- und Nebenwirtschaften): Investition in Grund und Boden, Bewässerung, Bauten und Ausrüstung, einschließlich der Faktoren, die die Preisgestaltung des Bodens beeinflußten und zeigten, daß eine künstliche Begrenzung verfügbaren Landes zu einer Konzentrierung der jüdischen Bevölkerung in bestimmten Gegenden führte, Kapitalsanlage und Rentabilität der Milchwirtschaften, Geflügelzucht, Schaf- und Ziegenhaltung, Bienenzucht, wirtschaftliche Möglichkeiten der Zitrusindustrie und Obstkulturen, unbewässerter Getreidebau, bewässerter Futteranbau, Gemüse- und Tabakbau sowie eine Investition- und Einkommenskala. Ein ausführliches Studium der subjektiven Faktoren in der Landwirtschaft wäre von großem Nutzen für die Entscheidung über die Art der Kapitalsanlage, Ausrüstung und Höhe des Betriebskapitals.

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