Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 558

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
Ergebnisse der Zählung der Arbeiterschaft
Date
1937-11-01
Page
Seite 558 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379953-2379964-2412754--26206-2412935
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

558 « S u m m e Grad der Vorbildung Städte Kolonien Kwuzoth Moschawim 1937 1926 In P r o z e n t Hochschulbildung . . . 8,9 6,0 5,7 4,3 7,7 4,4 Mittelschulbildung . . . 35,6 36,0 55,8 38,5 37,7 40,4 Volksschulbildung . . . 45,6 49,3 34,4 48,5 45,7 30,0 Private Schulbildung - 5,5 5,5 2,1 7,1 5,2 21,8 1,7 1,1 1,5 0,4 1,5 1,1 Ohne Vorbildung . . . . 2,7 2,1 0,5 1,2 2,2 2,3 Summe . . . 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 45,4% der Arbeiterschaft haben Mittel- oder Hochschulbildung (im Jahre 1926: 44,8%), der Unterschied ist also trotz der großen Einwanderung der letzten Jahre nicht groß, allein vergleicht man die Vorbildung der Arbeiter in den Städten, Kolonien und Siedlungen getrennt, so springt hier der Unterschied in die Augen. (In den Kwuzoth besaßen 61,5% aller Siedler Hochschul- und Mittelschulbildung, in den Moschwe Owdim dagegen nur 42,8%, in den Kolonien 42%, in den Städten 44,5%. Auch diese Zahlen zeigen den Sondercharakter der Siedler in den Kwuzoth. Interessant sind auch die Wandlungen in der Volksschul- und der privaten Vorbildung: während 1926 nur 30% aller Arbeiter Volksschul- und 21,8% private Vorbildung hatten, waren die Zahlen 1937: 45,7% und 5,2%. In den letzten Jahren hat besonders in Polen ein rascher Übergang ■ der Jugend aus rein privater Vorbildung in die Volksschulen stattgefunden, der offenbar in diesen Zahlen zum Ausdruck kommt. Ohne jede Vorbildung waren nur 2,2% aller Arbeiter (1926: 2,3%). Nach Edoth gegliedert stellt sich die »Vorbildung« folgendermaßen dar: Aschkenasim Sephardim j . Andere orienta- ' lische Gemeinden I n Prozent Hochschulbildung . 8,6 1,7 0,5 0,7 Mittelschulbildung . 41,5 16,5 5,1 8,3 Volksschulbildung . 43,9 62,2 52,4 53,9 Private Schulbildung . 3,9 10,3 23,5 17,1 Fachbildung . . . . 1,5 0,7 0,2 0,5 Ohne Vorbildung . . . 0,6 8,6 18,3 19,5 Summe . . 100,0 100,0 100,0 100,0 Unter den aschkenasischen Arbeitern haben 50,1% höhere oder Mittelschulbildung, unter den Sephardim nur 18,2%, unter den Jemeniten nur 5,6% und unter den »Sonstigen« 9%. Dagegen waren ohne jede Vorbildung: unter den Aschkenasim nur 0,6%, unter den Jemeniten dagegen 18,3% und den »Sonstigen« 19,5%! In den beiden letzten Gruppen ist auch der Prozentsatz derer, die private Vorbildung hatten, groß (17,1% und 23,5%), dagegen bei den Aschkenasim nur 3,9%. Diese Zahlen zeigen einige charakteristische Unterschiede in der Vorbildung der Arbeiter auf. Auch zwischen Arbeitern und Arbeiterinnen gibt es hier gewisse interessante Unterschiede. Es ist z. B. auffallend, daß der Prozentsatz der Arbeiterinnen mit Hochschul- und Mittelschulbildung größer ist als der der Arbeiter (49,9% unter den Arbeiterinnen gegen nur 43,6% unter den Arbeitern). Andererseits ist der Prozentsatz der Arbeiterinnen ohne jede Vorbildung kaum größer als der der Arbeiter (2,3% gegen 2,1%). Wer die Bildungsstufe vieler älterer Frauen aus dem jüdischen Mittelstand des Ostens kennt, ersieht aus diesen Zahlen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.