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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 554

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
Ergebnisse der Zählung der Arbeiterschaft
Date
1937-11-01
Page
Seite 554 (sequence 3)
Language
German
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554 in den Kolonien (die Entwicklung der Orangenwirtschaft fällt in diese Jahre), dann in den Siedlungen und am geringsten in den Städten (502% und 422/429% gegen 250%); diese Zahlen sind ein erfreulicher Beweis zielbewußter Tendenz der Arbeiterbewegung zum Übergang zur Landwirtschaft. Im Vergleich zu 1930 war das prozentuelle Wachstum in der Stadt und in den Kolonien fast gleich; auch diese Ziffern sind nicht unerfreulich, da wir inzwischen in den Jahren der Konjunktur eine lebhafte »Landflucht« zu verzeichnen hatten. Noch von einer anderen Seite her geben die Ziffern kein unerfreuliches Bild. Auf Stadt, Kolonien und Siedlungen verteilt befanden sich Arbeiter: 1926 1937 In Städten .............71,7% 60,8% In Kolonien .............17,7% 25,7% In landwirtschaftlichen Genossenschaftssiedlungen 10,6% 13,5% Summe . . . 100% 100% Der Prozentsatz der Arbeiter ist also sowohl in den Kolonien wie in den Siedlungen gegenüber den Städten nicht unerheblich gestiegen; fast 40% aller Arbeiter befinden sich jetzt in den Kolonien und Siedlungen gegen nur etwa 28% in 1926. Demgegenüber sei auch erwähnt, daß nur etwa 25% aller Juden in landwirtschaftlichen Kolonien und Siedlungen leben. Insgesamt ergab die Zählung Material über: Erwerbstätige Arbeiter......104.122 Im Haushalt beschäftigte Frauen . . 35.413 Kinder der Arbeiter....... 59.841 Summe . . . 199.376 Die Arbeiterschaft umfaßt also 199.376 Personen; da der ganze Jischuw im März 1937 zirka 415.000 Personen zählte, betrug der Prozentsatz der Arbeiterschaft zirka 48%, und da anzunehmen ist, daß Zumindestens einige Tausend Arbeiter und Angestellte, — wie in jeder »privaten« Zählung unvermeidlich —, nicht mitgezählt wurden, läßt sich mit Sicherheit angeben, daß die jüdische Arbeiterschaft im Land 50% des Jischuw umfaßt. Gliederung nach Familie, Geschlecht und Alter. Die Familiengliederung der Arbeiterschaft weist im Vergleich zum Jahre 1926, der letzten ausführlichen Arbeiterzählung, einige charakteristische Änderungen auf. Zwar ist, wider Erwarten, der Prozentsatz der verheirateten Arbeiter und Arbeiterinnen (die in den Städten und Kolonien auf Lohnarbeit angewiesen oder aber, in den Kwuzoth und Moschwe Owdim, in allen Arbeitszweigen tätig sind) nur unwesentlich gestiegen: 52,3% gegen 50,2% aller Arbeiter und Arbeiterinnen im Jahre 1926 sind verheiratet (54.522 gegen 16.001). Dagegen bestehen unter den Ledigen gegen 1926 charakteristische Unterschiede: während es 1926 39,2% ledige Männer und nur 10,1% ledige Frauen gab, waren die Zahlen 1937: 27,4% und 18,1%. Der große, ungesunde Unterschied in der Zahl der ledigen Männer und Frauen infolge der Gesetze, die die Einwanderung von Chaluzoth in den ersten Jahren nach dem Krieg auf ein Minimum beschränkten, ist in den letzten Jahren zwar nicht aufgehoben, aber doch erheblich verringert worden. Daß der Prozentsatz der Familien nicht, wie zu erwarten, gestiegen ist, liegt zweifellos an der großen Einwanderung Lediger in den letzten drei Jahren. Die Zahl der Geschiedenen (214 Männer und 373 Frauen) ist verhältnismäßig klein und widerlegt eine viel verbreitete Legende von den vielen Scheidungen im Jischuw; ein Teil der Geschiedenen hat sich wohl zweifellos wieder verheiratet und erscheint daher nicht in der Rubrik »Geschiedene«.

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