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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 552

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
Bemerkungen zur landwirtschaftlichen Wasserbilanz in Palästina
Date
1937-11-01
Page
Seite 552 (sequence 10)
Language
German
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lichkeit uralte System des Wasserspeicherns in Zisternen durchgreifend wieder aufleben lassen. Dort, wo der Wasserpreis so hoch ist wie in Jerusalem, oder wo keine Wasserleitung, bzw. keine Brunnen bestehen, wird sich der Bau einer Zisterne relativ bald amortisiert haben. Jedenfalls ist mit dem Bau selbst nur eine Generation belastet (ganz ähnlich wie beim Anlegen eines Jungwaldes in Europa), während das Land und die folgenden Generationen auf Jahrhunderte hinaus den Fruchtgenuß haben. Es wäre wünschenswert, wenn sich gerade für den Bau von Zisternen billige Anleihen, Subventionen, Steuerbegünstigungen oder ähnliche materielle Unterstützungen durchsetzen ließen, denn dann wäre die Hauptursache, daß die aus Europa stammende jüdische Bevölkerung sich noch so wenig in diesem Sinne betätigt, zu einem großen Teil beseitigt. Aber auch hier gilt der Satz: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg — und diesen Willen zu schaffen ist Sache der Leitung und das Mittel dazu, Aufklärung und Propaganda. Daß die hier vorgebrachten Anregungen in diesem Sinne von maßgebender Seite aufgegriffen werden, ist der Hauptzweck dieses Artikels, denn die oft nur oberflächlich gestreiften Einzelheiten in den verschiedenen Kapiteln sind doch nur als Beispiele gedacht und sind, wie alle Beispiele, nicht für alle Örtlichkeiten gleichermaßen zutreffend. Zusammenfassend sei deshalb gesagt, daß nicht nur die Erschließung neuer Einnahmsquellen, sondern auch die eingehende Beachtung aller, auch der kleinen Posten in der Wasserbilanz des Landes von hoher Bedeutung ist, denn gerade die kleinen Posten sind es, die den größten Teil zur Summe des Ganzen beitragen. Der beste Weg zur Rationalisierung des Wasserverbrauches ist eine Zentralstelle, von der Aufklärung und Propaganda auszugehen hätte, die — selbst initiativ geführt — die Initiative des einzelnen Siedlers mit Rat und Tat zu fördern trachten müßte und der schließlich auch ein gewisses Kontrollrecht und die Möglichkeit für statistische Erhebungen eingeräumt werden müßte. Eine solche aktive und von der Leitung geförderte Beachtung der Ausgabenseite in der Wasserbilanz wird imstande sein, die Intensivität und Produktivität der Landwirtschaft und damit die Aufnahmsfähigkeit des ganzen Landes weitgehend positiv zu beeinflussen. Ergebnisse der Zählung der Arbeiterschaft Von Dr. Walter Preuss, Tel Aviv. Vorb. d. Red.: Ein zweiter Artikel wird die Daten über berufliche Gliederung u. dgl. m. analysieren. Am 2. März 1937 veranstaltete die »Histadruth« (Allgemeine Organisation der jüdischen Arbeiter Palästinas) mit Unterstützung der »Jewish Agency« und unter Mitwirkung der Arbeiterverbände (»Hapoel Hamisrachi«, Arbeiter der »Agudath Jisrael«, Jemenitenverband) eine Zählung der jüdischen Arbeiter Palästinas. Eine vollständige Zählung hatte seit dem Jahre 1926 nicht mehr stattgefunden (1930 veranstaltete die »Jewish Agency« eine Teilzählung); die großen Veränderungen, wie die Masseneinwanderung der letzten Jahre, sowie die Tatsache, daß über die berufliche Zusammensetzung, die Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft usw., nur ungenaue oder gar keine Daten vorlagen, haben eine solche Zählung gerechtfertigt. Die Ergebnisse haben eine größere Bedeutung als sie einer Teilzählung zukämen. Seit dem Weltkrieg hat näm-

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