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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 435

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Zur Frage der Bewässerung
Date
1937-08-01
Page
Seite 435 (sequence 2)
Language
German
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Dr. Granovsky bespricht sodann das Wasserprogramm des KKL. Die nationalen Fonds sollten dafür sorgen, daß Wasservorkommen in nationalen und nicht in privaten Besitz gelangen. Der Eigner dieser für Palästina so kostbaren Schätze müßte der KKL sein. Er würde durch die Verträge mit den Siedlern für sparsamen und wirtschaftlichen Gebrauch des Wassers sorgen. Der Geologe der Regierung, Mr. G. S. Blake schreibt über die Entwicklung des Untergrundwassers. Wir haben darüber bereits eine Reihe von Abhandlungen veröffentlicht, von denen in diesem Artikel jene von Ing. Goldschmidt über die Küstenebene zitiert wird. Mr. Blake schreibt über die geologischen Formationen in den anderen Landesteilen im Hinblick auf die Möglichkeiten, dort Wasser zu finden. Die Regierung hat an vielen Stellen Probebohrungen veranstaltet, von welchen der Autor eine Übersichtskarte gibt. In der Hügelkette hat eine Bohrung am Westabhang der Karmelkette (Wadi Fellah) eine Quelle mit 150 m3 per Stunde ergeben. Ebenso haben private Bohrungen in der Gegend von Megiddo gute Resultate gezeitigt. Südlich von Tulkarm ist noch nicht gebohrt worden, aber es wird angenommen, daß dort Wasser gefunden werden kann. Mr. Blake fügt hinzu, daß es noch unbekannt ist, wie es mit den Untergrundwasser am Fuße der Hügel bestellt ist. Jedenfalls ist es bei fast allen Quellen des Landes ein Nachteil, daß sie ihr meistes Wasser in der Zeit geben, wo es für Zitrus nicht gebraucht wird. Ergiebige Brunnen südlich Tulkarm sind abgesehen von der Ras-el-Ain Gegend zwischen Ramleh und Beit Nabalah mit einer Tiefe von 150 m erbohrt worden, ferner bei Niana. Südlich von Hulda, bei Faluja (Eozänzone) ergab eine Bohrung kein Resultat. M. Blake fügt hinzu, daß die Ausbeute in dem Eozän der Schephela-Ebenen notwendigerweise mit der Entwicklung der oberen Gaza-Ebene verbunden werden müsse. In der Gaza- Ber Scheba-Ebene fand die Regierung bei zwei Bohrungen große Wassermengen, jedoch waren diese stark salzhaltig. Mr. Blake behandelt sodann die bekannten Verhältnisse in den Ebenen Haifa— Akko, Jesreel, Jordan und in Galiläa. Im Westen der Ebene Jesreel sind die geologischen Verhältnisse für die Wasserausbeute gering, am besten noch bei Ginegar und Jokneam. In der südlich des Kischon gelegenen Ebene hat die Regierung in ziemlicher Tiefe reichlich Wasser gefunden. Im Jordantal gibt es nach den angestellten Versuchsbohrungen gute Aussichten. Im »Palnews« Jahrbuch schreibt Dr. Ing. A. Werber über »W asserwirtschaft« und zählt die Maßnahmen auf, die zwecks Regelung der Ausbeute des Wassers zu treffen sind, worüber in diesen Blättern wiederholt die Rede war. Er warnt vor der gegenwärtigen Praxis in der Verwendung des Untergrundwassers und meint, daß, wenn alle Zitruspflanzungen fruchtreif sein werden, ein jährlicher Abgang von 100 Millionen Kubikmeter in der Küstenebene eintreten wird. Dr. Werber berechnet, daß in Reservoiren jährlich 240 Millionen Kubikmeter Regenwasser aufgespeichert werden könnten. Ferner empfiehlt er, wie seit Jahren (siehe unter anderem seinen Artikel »Bewässerung« in Jahrgang 1934, Nr. 10 dieser Zeitschrift) die Nutzung des Oberflächenwassers, unter anderem empfiehlt er einen Gravitationskanal, mittels dessen Wasser aus dem Jordan in das westliche Emek geleitet werden könnte. Von Huleh glaubt Dr. Werber, daß es zu kostspielig wäre, dort intensive Kulturen anzulegen, so daß auch an die industrielle Verwertung der im Hulehgebiet befindlichen Torflager gedacht werden muß. Was den Negew betrifft, so könnte dieser nur durch Ausbeute entfernt gelegener Wasserquellen kultiviert werden, was aber ohne kostspielige Investitionen nicht möglich wäre. Da aber der Boden dieser Gegend billig ist, so könnte sich das trotzdem rentieren. Wahrscheinlich ist aber, daß sich durch Ver-

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