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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 431

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Das Strandprojekt für Tel Aviv
Date
1937-08-01
Page
Seite 431 (sequence 2)
Language
German
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arbeitungen und Verbesserungen Spielraum; er bildet die Grundlage eines Drei- Parteien-Vertrags, der, wie es heißt, in kürzester Zeit zwischen Regierung, Grünblatt- Gruppe und Stadtverwaltung abgeschlossen werden 'soll. Danach wird der Strand von Tel Aviv in seiner gesamten gegenwärtigen Länge beginnend im Süden nahe der Weichbildgrenze von Jaffa (Nakemiastraße), endend im Norden am alten Arabischen Friedhof, neu bebaut. Diese Strecke von nahezu 2 km schließt die den Fremden vertrauten Teile der Mündung der Allenbystraße mit dem vor etwa zwei Jahren ausgebauten Autobus-Halteplatz, ferner die Badeanstalten, die verschiedenen Eis- und Erfrischungsstuben, den offenen Badestrand und die zugehörigen Liegeplätze ein. Hier soll, vergrößert um einen etwa 150 m breiten, durch Kaimauern begrenzten Vorbau ins Meer, eine große Anlage nach Art der bekannten Fremdenorte, wie Nizza, Monte Carlo usw., geschaffen werden. Das Südende wird durch Anlage eines großen runden Autopa rkplatzes stark betont; von dort geht dann nach Norden, auf dem der See abgewonnenen Gelände, die eigentliche, 47 m breite Promenade ab. Sie besteht aus dem mit Bäumen bepflanzten, 25 m breiten Boulevard, der gegen das Meer durch Kaimauern geschützt und auf der anderen Seite durch die 12 m breite Fahrstraße begrenzt wird, an die sich dann ein 10 m breiter Bürgersteig anschließt. Dessen letzte, landeinwärts gelegene Hälfte von 5 m wird durch einen gedeckten Säulengang — den anschließenden Läden entlang — gebildet, wie wir ähnliches aus den internationalen Badeorten Karlsbad, Baden-Baden, Interlaken kennen. Die Promenade ist etwa 1700 m lang und geht nach dem letzten Plan im Norden mit einer Kurve in den schon jetzt bestehenden Keren Kajemeth- Boulevard über, der dann nach Osten in die neuen nördlichen Stadtteile von Tel Aviv führt. Im Osten, das heißt landeinwärts schließt sich an die Promenade ein großes zur Bebauung freigegebenes Gelände bis zum Herbert Samuel-Kai an, der auf 27 m, an einzelnen Stellen sogar bis auf 37 m verbreitert wird. Dies Gelände wird in Baublöcke aufgelöst, die ihrerseits von senkrecht zum Meer laufenden Seitenstraßen in gegenseitigem Abstand von 120 bis 180 m begrenzt sind. Dort sollen drei- bis fünfstöckige Häuser, vornehmlich für den Fremdenverkehr, gebaut werden, also Hotels, Galerien, Cafes, Theater, Kinos, Banken, so daß ein vornehmes Badeviertel entstellt, wie wir es von den Bädern in Deutschland, Frankreich und Belgien her kennen. Das jetzige Strandkasino am Ende der Allenbystraße soll dabei eingehen. Diese Stelle, ebenso wie die Einmündung der Bogratschowstraße (schräg gegenüber dem neuen Hotel Gad Rimon) wird zu einem Platz mit großen Grünanlagen und Spielplätzen, Schwimmhallen, Sportanlagen usw. in der Mitte ausgestaltet. Ebenso ist am Nordende, an der oben erwähnten Einmündung des Keren Kajemeth-Boulevard die Errichtung einer Grünanlage mit einem Schwimmbad vorgesehen. Das gesamte in Betracht kommende Gelände ist zirka 345.000 m2 groß, wovon 30% verbaubar sind. Das nordwärts anschließende Gebiet vom arabischen Friedhof bis zu den südlichen Ausläufern des Hafengeländes, soll in einer Länge von etwa 1000 m als neuer Strand ausgestaltet werden, wobei die natürliche Versandung im Winkel zwischen dem neugewonnenen Gelände und dem heute an dieser Stelle stark vernachlässigten Meeresteil in einer Reihe von Jahren erwartet wird. Die Finanzierung übernimmt der Gründer in Form einer Aktiengesellschaft. Nach den Veröffentlichungen sind für direkte Baukosten (also ohne Entschädigung, Versicherungen, Verzinsung des Aktienkapitals usw.) 3,25 Millionen £P angesetzt, wo-

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