Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1937)
- Article
- Die Haifa-Bay Development Company vor neuen Aufgaben
- Date
- 1937-08-01
- Page
- Seite 430 (sequence 5)
- Language
- German
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der Wunsch, Interessenten zu finden, welche die neugeschaffenen Parzellen übernehmen, um sie zu verbauen. In beiden Fällen soll es Aufgabe der Gesellschaft sein, die Bautätigkeit in einer Weise zu organisieren und zu fördern, welche die berechtigten materiellen Interessen der Parzellenbesitzer mit den Bedürfnissen der Wohnungsinteressenten und den Erfordernissen einer gesunden Wohnungswirtschaft in möglichst guten Einklang bringt. Zu diesem Zweck will die HBDC in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden für jede ihrer Zonen einen Plan ausarbeiten, der die rationellste Art der Verbauung für die verschiedenen Teilgebiete dieser Zone feststellt. Wenn man von jenen Gebieten absieht, die von vornherein industriellen Zwecken gewidmet sind, so wird sie dabei ihr Augenmerk nicht nur auf Anlagen richten müssen, welche bloßen Wohnzwecken dienen, sondern auch auf die Entwicklung von Nebenerwerbssiedlungen. Naturgemäß werden dafür jene Gebietsteile gewählt werden müssen, bei welchen die Entfernung von den Wohnzentren und die Beschaffenheit des Bodens besonders für eine solche Verwendungsart sprechen. Die Gesellschaft wird sodann durch eine entsprechende Propaganda und organisatorische Hilfe die Verbindung zwischen den Bodenbesitzern und Siedlungsinteressenten herstellen; sie wird dabei bemüht sein, in erster Linie eine gruppenweise organisierte Bautätigkeit zu ermöglichen. Sie wird weiter beide Teile durch Beratung, Beschaffung von rationellen Verbauungs- und Typenplänen, sowie von Kostenvoranschlägen bei der Verwirklichung ihrer Projekte behilflich sein und sie wird schließlich auch bei der Beschaffung der notwendigen Mittel durch Verhandlungen mit Banken und Versicherungsgesellschaften mitwirken. Alle diese Aufgaben sind weder leicht, noch in kurzer Zeit zu lösen. Ohne Zweifei wird es dabei viele Hindernisse geben, von denen das schwerste wahrscheinlich in der Verteilung des Besitzes auf eine so große Zahl von zerstreuten Eigentümern liegt. Es wäre bei den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen und bei dem Fehlen jeder öffentlichen Hilfe allzu optimistisch, sich einen raschen, mühelosen Erfolg zu versprechen. Aber trotz allen Schwierigkeiten, und gerade wegen ihres Bestehens ist es eine wirtschaftspolitische und nationale Verpflichtung, den wichtigen und wertvollen Teil des Emek Zebuion, den die privaten Böden darstellen, aus ihrem bisherigen Zustande zum Leben erwecken und der Gesamtentwicklung des Gebietes einzugliedern. Das Strandprojekt für Tel Aviv Von Dr. Ing. W. Lesser, Tel Aviv. Trotz aller Unruhen und Beschwernisse, welche durch die politischen Verhältnisse auf dem Land und seiner Zukunft lasten, wird zurzeit die Bevölkerung von Tel Aviv durch tägliche Diskussionen in Zeitungen und Versammlungen über ein inneres Thema in Atem gehalten: Das »Grünblatt-Projekt«, das in der Tat eine Aufgabe des Städtebaues größten Formats darstellt und geeignet ist, den Charakter der Stadt Tel Aviv grundlegend zu verändern. Das Projekt ist nicht von heute und gestern, sondern geht auf lange Jahre zurück, seine Schöpfer sind neben Grünblatt namhafte englische Städtebauer, Rendell, Palmer und Tritton, die auch schon für Haifa und Jaffa tätig gewesen sind. Der in den Mitteilungen der Stadt Tel Aviv vor einigen Monaten veröffentlichte Plan datiert aus dem Jahre 1933, also aus der Zeit der Hochkonjunktur. Der jetzt der Stadtgemeinde vorliegende Plan hat seitdem kleinere Änderungen erfahren und läßt späteren Aus-