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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 426

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Zur industriellen Kreditpolitik
Date
1937-08-01
Page
Seite 426 (sequence 5)
Language
German
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ferenten kaum am besten gefahren sind. Daß in Zukunft die vorhandenen Möglichkeiten besser ausgenutzt werden und die industrielle Kreditpolitik auf eine festere Grundlage gestellt wird, wäre vor allem eine Aufgabe unserer nationalen Institutionen. Allerdings würde diese Aufgabe auch Festlegung von Kapital erfordern, doch wäre dies sicher in Form rentabler Anlagen möglich. Vielleicht würde hier auch der nationale Industriefonds eingreifen können, doch nicht zur Vergütung der Einzelnen, sondern zur Verbesserung der allgemeinen Arbeitsbedingungen der jüdischen Industrie in Palästina. Die Haifa-Bay Development Company vor neuen Aufgaben Von Kurt Ruppin, Haifa. Die Haifa-Bay Development Company hat in den 13 Jahren ihres Bestehens eine außerordentlich wechselvolle Geschichte gehabt. Sie wurde als private Gesellschaft im Jahre 1924 zwecks Kauf der etwa 45.000 Dunam Dschidro-Boden von der Familie Sursuk in Beirut gegründet und stellte es sich zur Aufgabe, diesen Boden zu sanieren, erschließen und zu besiedeln. Die Finanzierung dieses Millionenprojektes sollte durch den Erlös von Bodenverkäufen, die die Gesellschaft in verschiedenen Ländern Europas organisiert hatte, erfolgen K Die Hoffnungen der Gründer, mit dieser Finanzierungsmethode, die gegen den Verkäufer eingegangenen Verpflichtungen erfüllen zu können, gingen jedoch nicht in Erfüllung. Die Eigenmittel waren in den ersten beiden Jahren für Drainagearbeiten und Verwaltungskosten verbraucht, und die Gesellschaft kam bereits zwei Jahre nach ihrer Gründung in finanzielle Schwierigkeiten, die die Gefahr mit sich brachten, daß einerseits wegen Nichtbezahlung der Hypotheken der Boden an den arabischen Vorbesitzer zurückfiel und andererseits die sehr erheblichen Zahlungen für die getätigten Verkäufe notleidend wurden und dadurch viele Hunderte von guten Zionisten erheblich zu Schaden kämen. Durch Eingreifen des Keren Kajemeth, der Palestine Economic Corporation und des Keren Hajessod wurden in den Jahren 1926 bis 1928 die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt, wodurch zirka 85% des gesamten Bodens in den Besitz des KKL und der Palestine Economic Corporation übergingen, während die restlichen 15% der Böden der Haifa-Bay Development Co. verblieben. Die Aktienmehrheit dieser Gesellschaft gehörte damals schon der American Zion Commonwealth, die zur notwendig gewordenen Sanierung vom Keren Hajessod übernommen werden mußte. Einen kleinen verbleibenden Rest privaten Aktienbesitzes der Haifa-Bay hat der Keren Hajessod im Jahre 1934 erworben 2. Von dem der Gesellschaft verbliebenen Bodenbesitz von etwa 8000 Dunam waren 1924 bis 1926 zirka 5000 Dunam in verschiedenen Ländern Europas verkauft worden, und die Leitung der HBDC mußte sich zunächst bemühen, diese Kaufverträge zu »liquidieren«. Soweit die Käufer ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt hatten, mußte die Übertragung der verkauften Bodenabschnitte (es handelte sich im allgemeinen um solche von 5 oder 20 alten Dunam) im Grundbuch durchgeführt werden. Außerdem 1 Jahrelange Verhandlungen der PLDC waren notwendig, um der Gruppe, die den Boden erwerben wollte, den Vertrag über den Bodenkauf zu sichern. 2 Siehe dazu den Artikel: »Die kolonisierende Tätigkeit der „American Zion Commonwealth" und der Keren Hajessod« von A. Ulitzur in »Palästina«, Jahrgang 1936, Seite 390 ff. (Anm. d. Red.).

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