Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1937)
- Article
- Die Fragen der Ernährung in Palästina
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 360 (sequence 10)
- Language
- German
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lassen sich vor allem beim Kochen und Kuchenbacken erheblich Eier und Kunstspeisefette dadurch ersetzen. Auf meine Frage, ob die Einfuhr und der Verbrauch bestimmter Lebensmittel nicht durch Gebote geregelt werden könnte, wurde mir die schöne Antwort: in Palästina gibt es keinen Zwang. Aber sollte daraus nicht für Jeden um so mehr die freiwillige Verpflichtung erwachsen, durch Verbrauch der Landesprodukte und Verringerung der Einfuhr zur Besserung der Handelsbilanz beizutragen? Ebenso durfte die Lösung der emähmngsphysiologischen Probleme eine der dringlichsten Aufgaben sein, die nur auf gemeinsamem Weg zu einem Ergebnis führen kann; sie ist bei der durch das Klima gegebenen Körperbeanspruchung eine Voraussetzung für die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Juden in Palästina. The Palestine Land Development Company Ltd. Vorb. d. Red.: Wir berichteten in »Palästina« Nr. 6, Seite 319 über die Generalversarnrnilung dieser Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde von der Zionistischen Organisation auf Vorschlag von Dr. Ruppin gegründet und im Jahre 1909 in England registriert, mit dem Zweck, die jüdische Anusiedlüng in Palästina durch Erwerb und Weiterverkauf von Land zu erleichtern. Die Palestine Land Development Company führt alle Grundstückstransaktionen für die offiziellen jüdischen Organisationen, vor allem für den Keren Kajemeth und den Keren Hajessod durch. Diese beiden Institutionen besitzen den größten Teil der Gründeraktien und stellen die hauptsächlichsten Mitglieder des Aufsichtsrats. Bodenkauf. Es ist das Bestreben der PLDC, große zusammenhängende Komplexe aus arabischer Hand zu erwerben, das Gelände zu entwickeln und zu parzellieren und dann an jüdische Organisationen oder Privatleute zu veräußern. Im allgemeinen ist die PLDC in der Lage, die Terrains aus erster Hand preiswert anzukaufen und auch wieder verhältnismäßig billig abzugeben, da sie sich mit einem bescheidenen Zwischengewinn begnügt. Grandstücksgeschäfte dieser Art sind aber auch von den Schwankungen der Konjunktur weit weniger abhängig, als der Handel in hochwertigen städtischen Terrains, was in der Öffentlichkeit vielfach nicht genügend beachtet wird. Man glaubt vielmehr völlig zu Unrecht, daß auch die PLDC von den starken Preisschwankungen in Mitleidenschaft gezogen sei, wie sie beim städtischen Grundstückshandel häufiger festzustellen sind. In den 27 Jahren ihres Bestehens hat die Gesellschaft laut Tabelle 558.745 metrische Dunam (= 1000 m2) ländlichen und 15.870 metrische Dunam städtischen Boden an- und verkauft. Der ländliche Boden wurde etwa zur Hälfte vom Keren Kajemeth für nationale Kolonisation übernommen, während die andere Hälfte an private Siedlungs- und Pflanzungsgesellschaften und Einzelpersonen verkauft wurde. Der städtische Boden dient zur Entwicklung neuer Stadtteile: so ist z. B. in Jerusalem Rechaviah und Talpioth, in Haifa Hadar Hakarmel, Emek Sebülun, Kirjath Chaim und ein großer Teil des Karmel, in Tel Aviv der Strand, AllenbyStraße, Bajith Vegan und Scheinkin von der PLDC entwickelt worden. Es war hierbei das Bestreben der Gesellschaft, baureifes Gelände auch dann zu verkaufen, wenn bei längerem Zuwarten