Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1937)
- Article
- Die Vorschläge der Königlichen Kommission
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 342 (sequence 8)
- Language
- German
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Q yj Q Sache zu glauben, sich den Stolz auf unsere Errungenschaften in Palästina zu bewahren und alle unsere Kräfte zu vereinigen zur Verteidigung unseres unveräußerlichen Rechtes auf unsere historische Heimat und unsere nationale Zukunft in Erez Israel. Zur gegenwärtigen Lage der palästinensischen Zitruswirtschaf t Von Agr.-Ing. A* J» Ettinger, Tel Aviv. Einige Jahre hindurch herrschte bekanntlich in Palästina eine Hochikonjunktur auf dem Gebiete der Orangenpflanzuogen, jedoch bereits vor etwa zwei Jahren war ein Abflauen bemerkbar. Trotzdem betrachtete man, selbst nachdem man aufgehört hatte, neue Pflanzungen anzulegen, die Zitrusfrucht als eine palästinensische Monopolkultur. Noch zu Beginn der letzten Exportsaisota hegte man allgemein die besten Hoffnungen in bezug auf Orangen und Grapefrüchte, die sich vor allem auf die Zustände in Spanien gründeten, das nach allgemeiner Ansicht nicht in der Lage wäre, seine Früchte nach dem Auslande exportieren zu können. Noch vor einigen Monaten sahen die Plantagenbesitzer und Fruchtexporteure kein Problem des Absatzes für die nächste Zukunft, sondern erst für die kommenden Ernten, die im Laufe von fünf Jahren auf 20 bis 25 Millionen Kisten wachsen werden. Die Krise und ihre Ursachen« Plötzlich brach aber eine schwere Krise aus, die den wichtigsten landwirtschaftlichen und somit ökonomischen Erwerbszweig des Landes bedroht und von der man noch dazu annahm, daß sie in diesem Jahre erst ihren Beginn hätte. Dabei ist die Ursache der Krise nicht das Fehlen von Märkten, wie es viele der an den palästinensischen Orangen Interessierten befürchtet hoben. Wurden doch, im Vergleich zum Vorjahre, heuer beinahe das doppelte Quantum palästinensischer Zitrusfrüchte verkauft (zirka 11 Millionen Kisten im Vergleich zu 5,8 Millionen in 1935/36). Die kaufmännischen Sachverständigen begingen zunächst Irrtümer in der Ertragsabschätzung der letzten zwei Jahre. Sie hatten die Fruchternte des Jahres 1935/36 mit 8 Millionen Kisten veranschlagt — und sie erreichte in Wirklichkeit kaum 6 Millionen. Der Ertrag van 1936/37 wurde auf 9 Millionen Kisten geschätzt, doch die Ausfuhr erreichte beinahe 11 Millionen Kisten, während außerdem weitere 2 Millionen Kisten im Inland und in Syrien Absatz fanden, ferner mindestens noch Million in den Orangengärten verfaulte und an Ort und Stelle vergraben wurde. Die Abschätzung des Ertrages war also eimal zu hoch, das andere Mal zu niedrig gewesen. Auf jeden Fall ist die gegenwärtige Krise nicht durch die Menge der Früchte verursacht worden und auch in den kommenden Jahren wird die Zitruskultur nicht wegen der steigenden Quantitäten der Ernten bedroht. Daß gegen das Vorjahr auf den europäischen Märkten das doppelte Fruchtquantum abgesetzt werden konnte, dessen Gegenwert 3 Millionen Pfund (gegenüber 2 Millionen im Vorjahre) erreichen wird, ist vielmehr ein günstiges Zeichen. Doch dieser Aufschwung kam vor allem den Schiffsgesellschaften und Spediteuren zugute, nicht aber den Produzenten, den Plantagenbesitzern. Denn der Fall der Preise, besonders jener auf dem englischen Markt, war es, der die Krise verschuldete und Produzenten wie Exporteuren bedeutende Verluste zufügte. Insbesondere trifft dies für die Grapefrucht zu.