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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 338

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Die Vorschläge der Königlichen Kommission
Date
1937-07-01
Page
Seite 338 (sequence 4)
Language
German
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Teilnahme von Vertretern der arabischen Herrscher als Gegengewicht gegen die Jewish Agency; schließlich Modifikationen des Mandats, die den Mandatar in den Stand setzen, diese Änderungen vorzunehmen. Aber alle diese Palhativmittel berühren nicht die Wurzel des Problems und eine radikale Lösung ist erforderlich. Eine solche Lösung kann nur erblickt werden in der Errichtung zweier getrennter Staaten, eines jüdischen und eines arabischen, und in der entsprechenden Aufteilung des Landes. Gemäß den Vorschlägen der Königlichen Kommission soll daher das Gebiet Palästinas in drei Gebiete geteilt werden: zwei unabhängige Staaten, ein jüdischer und ein arabischer, sowie ein unter permanentem britischen Mandat verbleibender Teil des Landes. Der jüdische Staat soll das ganze Galiläa (Ober- und Untergaliläa), den ganzen Emek Jesreel, den größeren Teil des Beisan-Gebietes und die ganze Küstenebene von Ras-Een-Nakura im Norden bis Beer-Tuvia im Süden umfassen. Die Nordgrenze des jüdischen Staates soll der bestehenden Südgrenze des Libanon vom Mittelländischen Meer bis Syrien folgen. Die Grenze verläuft dann entlang der gegenwärtigen Grenze zwischen Palästina und Syrien am Jordan und dem Tiberias-See herab und geht vom Austritt des Jordan aus dem Tiberias-See bis zu einem Punkt nördlich der Stadt Beisan. Dann wendet sich die Grenze nach Westen und geht um die Südecke des Emek Jesreel bis nach Megiddo, von dort nach Süden durch das Hügelland am Rande der Küstenebene mit einem Bogen um Tul Kerem, das außerhalb des jüdischen Gebietes bleibt. Auf diese W eise wird vorgeschlagen, alle jüdischen Siedlungen jenseits des Jordan, das heißt beide Daganias, Gescher, Naharaim und andere in das Gebiet des zukünftigen arabischen Staates einzuschließen. So werden auch die Ruthenberg-Station wie die Kaliwerke der Potash Cy in arabischem Gebiet liegen. In dem künftigen jüdischen Staatsgebiet wohnen heute 225.000 Araber, außer der arabischen Stadtbevölkerung von Safed, Akko, Haifa und Tiberias. Diese vier Städte gehören zum jüdischen Staat, bleiben aber vorläufig unter temporärem britischen Mandat und ihre arabische Bevölkerung ist nicht genötigt, die jüdische Staatsangehörigkeit anzunehmen, solange das temporäre britische Mandat in Kraft bleibt. Der Negew, das heißt der ganze Süden Palästinas, der bisher als Reserve für die jüdische Ansiedlung gegolten hat und fast die Hälfte des Mandatsgebietes umfaßt, wird dem arabischen Staat zugeschlagen. Großbritannien soll ein neues permanentes Mandat über Jerusalem, Bethlehem, Nazareth erhalten, sowie über einen Korridor von Jerusalem nach Jaffa, der das zwischen der Eisenbahnlinie Jerusalem—Jaffa und der Chaussee Jerusalem gelegene Gebiet umfaßt. Die arabischen Städte Ludd und Ramleh werden zum britischen Mandatsgebiet gehören, das, wie erwähnt, auch den an den Golf von Akaba angrenzenden Teil des Negew umfassen wird1. Die Stadt Jaffa und der Rest des Landes sollen zusammen mit Transjordanien den neuen arabischen Staat bilden. Zur Gründung der beiden unabhängigen Staaten soll die britische Regierung Verträge mit den Vertretern der Araber und der Zionistischen Organisation abschließen. 1 Um den Handel der Juden zu fördern, soll ein an der Nordwestküste des Golfes von Akaba gelegenes Gebiet den Juden als Freihafenzone überantwortet werden, während andererseits die Araber im Hafen von Haifa, als dem einzigen Tiefwasserhafen Palästinas, besondere Rechte erhalten sollen.

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