Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1937)
- Article
- Die Wirtschaft im Wartezustand
- Date
- 1937-06-01
- Page
- Seite 312 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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gierungseinnahnieii auch im Unruhejabr 1936/37 die laufenden Ausgaben noch voll gedeckt haben. Wenn die Bautätigkeit im Februar und März gegenüber dem Vorjahrsniveau einen starken Rüdcschlag erlitten hat, so steht das mit der abwartenden Gesamtsituation in engem Zusammenhang, die sich besonders auf die langfristige Investitionstätigkeit auswirkt. Die Einschränkung, die die Bautätigkeit erfahren hat, ergibt sich aus folgenden Ziffern: Bauerlaubnisse in den 4 Städten 1937 1936 1935 Jänner ...... 59.640 73.979 71.876 Februar ...... 35.145 70.322 98.790 März....... 51.344 75.301 110.221 1. Vierteljahr . . . . 146.129 219.602 280.887 Gegenüber 1935, das allerdings den Kulminationspunkt der Bautätigkeit mit sich brachte, hat sich die Bautätigkeit im 1. Quartal 1937 auf die Hälfte reduziert. Noch stärker als bei der Bautätigkeit wirkt sich die allgemeine Zurückhaltung bei den Gesellsc&aftstoeugöründungen aus, die im 1. Quartal 1937, im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Jahren auf ein Minimum beschränkt wurden: Zahl der Neugründungen Autorisiertes Kapital 1. Quartal 1937 ........... 54 286.502 £P 1. Quartal 1936........... 167 1,046.464 £P 1. Quartal 1935 ........... 277 3,110.722 £P Die Neubelebung der Bau- und Gründungs-, bzw. Investitionstätigkeit, wie die gesamte wirtschaftliche Weiterentwicklung des Landes hängt von den schwerwiegenden politischen Entscheidungen ab, die über Palästina schweben. Bs wäre verfrüht, bereits jetzt die möglichen wirtschaftlichen Rückwirkungen der Teilungspläne zu erörtern, zumal diese Pläne vor der Öffentlichkeit noch keine festen Umrisse angenommen haben. Auf die Gefabr, daß durch eine Teilung des kleinen Landes wirtschaftlich nicht lebensfähige Teilgebilde geschaffen werden, muß aber jedenfalls hingewiesen werden. Die Nachkriegsgeschichte kennt genügend Beispiele solcher Fälle. Andererseits kann die Schaffung gesicherter Verhältnisse der wirtschaftlichen Entwicklung starke Impulse geben. Die seit einem Jahre anhaltende Krise ist ja letzten Endes eine Krise der Unsicherheit, die zunächst durch die Unruhen hervorgerufen wurde und seit einem halben Jahre durch das Abwarten des nunmehr bevorstehenden Votums der Königlichen Kommission bedingt ist. Nachrichten und Daten 5h&™narr POLITIK. Die Königliche Kommission. Als letzte Zeugen wurden der ehemalige Premierminister D. Lloyd George, der ehemalige Hochkommissär für Ägypten, Lord Lloyd und der ehemalige Gouverneur von Bengalen und Vorsitzender der Untersuchungskommission des Völkerbundes über die Mandschurei der Earl of Lytton. der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Potash Cy ist, von der Königlichen Kommission einvernommen.