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Palästina · 1937-06-01 · Heft 6 (Juni 1937) · p. Seite 296

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 6 (Juni 1937)
Article
Die Grundlagen der landwirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes östlich von Lydda
Date
1937-06-01
Page
Seite 296 (sequence 5)
Language
German
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Von den nach-eozänen geologischen Ablagerungen sind nur sehr wenige Reste erhalten. Lediglich ein weicher grauer Mergel repräsentiert das Pliozän, aber diese Mergel treten nicht offen zutage, sondern finden sich nur im Hintergrund der Lydda- Ebene. Flußgeröllschichten, Sande und manchmal auch Sandsteine mit Schottern (Konglomerate) sowie der ganze Ackerboden gehören zu den jüngsten Formationen — Diluvium-Alluvium. Die Verbreitung dieser Schichten in unserem Gebiet kann man auf dem Kärtchen verfolgen. Cenoman bildet die Umgebung von Barfiliah, Turon findet sich bei Deir Tarif, östlich von Beifc Nabatfla, bei Ed Haditha, Jimzu, Innaba und bis Qubab, von wo es nach Nordosten weiterzieht. Das Senon tritt nur in einem viel kleineren Gebiet an die Oberfläche, weil es nicht sehr mächtig und teilweise von den jüngeren Formationen verdeckt wird. Es tritt zwischen El Haditha und Ben Schemen an die Oberfläche (die Waldpflanzungen von Ben Schemen stehen größtenteils auf Senon oder genauer auf der »Nari«-Kruste, die das Senon bedeckt). Ferner findet sich Senon bei Daniel, südlich von Innaba und südlich Qubab, von wo es in Richtung Salbit weiterzieht. Nur sehr geringe Reste von Eozän sind im westlichen Teile unseres Gebietes erhalten geblieben, und zwar in der Gegend um Ben Schemen (ein Hügel nördlich vom Jugenddorf und wahrscheinlich sogar der Hügel, auf dem dieses selbst steht) und in der Umgebung von Es Suhiriya (2km südlich Ben Schemen). Dagegen im Südoster unseres Gebietes, nämlich zwischen Latrun—Ayaion und Bab el Wad, findet sich Eozär in über 400 m Mächtigkeit, wo es die obengenannte Emmaus-Berge aufbaut. Sie bilder also nicht nur in morphologischer, sondern auch in geologischer Beziehung die Fort Setzung der Berge von Zor'a. Im Norden der Emmaus-Berge liegen auf den Eozän-Schichten mächtige Konglo merate miozänen Alters. In der Ebene von Lydda liegen unter einer Decke von Diluvium (Gerölle und Kon glomerate) oder Alluvium (Sand und Ackerboden) Pliozän-Formationen, die verschiede: sind von jenen in den Bergen, was der Reihenfolge und Lage der Schichten entsprich: Die Verteilung der geologischen Formationen über das Gebiet entspricht der gec logischen Struktur, das heißt ob die Schichten mehr oder weniger flach oder geneic sind. Da ein Eingehen hierauf jedoch zu weit führen würde, wollen wir uns nach folgend auf die sich daraus ergebenden praktischen Folgerungen beschränken. D. Hydrologie* Entsprechend ihrer mechanischen und chemischen Zusammensetzung können dverschiedenen Schichten Wasser enthalten oder über sich aufstauen. Im ersten Fa wird die Schicht mehr oder weniger wasserreich sein, im zweiten Fall ist die Schiel: selbst mehr oder weniger trocken. Die Wassermenge der Schicht hängt von de Klimafaktoren ab, die die Wasserversorgung des Gebietes bestimmen. Diese Ta Sachen muß man bei der Beurteilung der hydrologischen Verhältnisse eines bestimmte: Gebietes stets im Auge behalten. Da nun meistens nicht alle genannten Faktoren de Beobachtung zugänglich sind, muß man die hydrologischen Verhältnisse einer bestimmten Schicht auf Grund der vorhandenen Bohrungen empirisch beurteilen. Es isc ferner zu berücksichtigen, daß es nicht das gleiche ist, ob ein und dieselbe Schicht i - der Erde liegt oder an die Oberfläche gelangt. In diesem letzten Fall haben die Wirkungen von Sonne, Luft und Wasser das Gestein erheblich verändert — manchmal bis zu mehreren Metern Tiefe — und eine solche Veränderung kann natürlich auch die hydrologischen Bedingungen ändern.

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