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Palästina · 1937-04-01 · Heft 4 (April 1937) · p. Seite 197

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 4 (April 1937)
Article
Der Bericht des Hilfsfonds (Emergency-Fund) von 1929 [Nachricht]
Date
1937-04-01
Page
Seite 197 (sequence 7)
Language
German
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tuten und ihre Verwaltungsordnung zu finden sind. Ebenso ist es nicht klar, wer bei Auflösung dieser Gesellschaft das vom Emergency-Fund investierte Vermögen erhält. Eines ist klar: Die Jewish Agency hat nicht den geringsten Anteil an der Leitung dieser Gesellschaft, die sich also außerhalb der nationalen und öffentlichen Kontrolle befindet. Dem Bericht zufolge hat der Emergency-Fund in der Gesellschaft »Emica« bisher einen Betrag von 32.708 £P investiert und das am 30. Juni 1936 vorhandene Vermögen des Emergency-Fund, das ebenfalls zur Einlage in die neue Gesellschaft bestimmt ist, beträgt 70.268 £P. Fügen wir die Summen hinzu, die aus den Investierungen des Emergency-Fund für Wohnungsbeschaffung in den Städten usw. zurückfließen werden, so kann man wohl sagen, daß die Gesellschaft »Emica« zu einem wichtigen Faktor unter den Kolonisationsinstanzen werden dürfte. Es ist daher erwünscht und in der Öffentlichkeit sicher auch verlangt worden, daß diese Gesellschaft, die mit Hilfe von Mitteln, die von der breiten Öffentlichkeit beigesteuert wurden, gegründet wurde, unter der Aufsicht und Überwachung einer so zentralen Institution, wie es die Jewish Agency ist, arbeitet. Lange Zeit hindurch sind Beschwerden und Beanstandungen geäußert worden, weil der Bericht des Emergency-Fund noch nicht veröffentlicht worden ist, da doch die bei diesem eingegangenen Gelder von breiten Volksschichten und mit Hilfe der zionistischen Mitarbeiter aufgebracht wurden. Diesen Beschwerden, denen besonders in den letzten Monaten Ausdruck gegeben wurde, als neue Sammlungen im Zusammenhang mit den neuen Unruhen eingeleitet wurden, ist mit der jetzt erfolgten Veröffentlichung des Berichtes entsprochen worden. Soweit der Bericht jetzt wirklich zur Kenntnis der breiten Öffentlichkeit kommt, wird zweifellos besondere Unzufriedenheit darüber herrschen, daß die Aufsicht über die Gelder des Emergency-Fund einem oder zwei Personen übertragen wurde, die nur den Treuhändern des Fonds in den Vereinigten Staaten und in London verantwortlich sind. Die Öffentlichkeit in allen Teilen der Galuth hat ohne Zweifel das Recht zu wissen, was mit den Geldern geschieht, die von ihr gegeben wurden. E^s besteht die Verpflichtung, ihr die Möglichkeit zu geben, bestimmenden Einfluß in allen Fonds auszuüben. In dieser Beziehung zeigt gerade der jetzt veröffentlichte Bericht, daß die Gelder des Emergency-Fund nicht unter wirklich öffentliche Kontrolle gestellt worden sind, ein Umstand, der in Zukunft noch Anlaß zu großen Differenzen geben kann. Jede Abweichung von diesem Prinzip kann nur die Spendebereitschaft des Volkes für den Aufbau Palästinas vermindern. Drei Jahrzehnte des jüdischen Siedlungswerkes1 Eine Buchbesprechung von Dr. A. Granovsky. »Drei Jahrzehnte Palästina« heißt die Sammlung der Reden und Aufsätze Dr. Arthur Ruppins, welche, der Verlag Schocken, Jerusalem, auf Veranlassung der nationalen 1 Dr. Arthur Ruppin — Three Decades of Palestine — Speeches and Papers on the Upbuilding of the Jewish National Home. Schocken, Jerusalem 1936. 342 pages, 550 Müs. — Das Buch ist inzwischen in deutscher Sprache unter dem Titel: »Dreißig Jahre Aufbau in Palästina« erschienen.

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