Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 4 (April 1937)
- Article
- Der Bericht des Hilfsfonds (Emergency-Fund) von 1929 [Nachricht]
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 193 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
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Agency und die verschiedenen ihr zur Seite stehenden Komitees geleitet. Nachdem jedoch der Emergency-Fund als besondere Institution unter der Leitung der oben erwähnten drei Beauftragten bestätigt worden war, gingen Ende Dezember 1929 alle Unterstützungs- und Wiederaufbauarbeiten usw. an ihn über und es wurde zu diesem Zwecke ein besonderes Büro unter Leitung des Herrn Passmann errichtet. In diesem Teil des Berichtes werden auch die Arbeiten geschildert, die aus den Mitteln des Emergency-Fund durchgeführt wurden, um durch Rechtsanwälte das juristische Material für die Verteidigung der jüdischen Rechte vor der Untersuchungskommission (Shaw) der Regierung zusammentragen zu lassen. Die Gesamtsumme der Ausgaben des Emergency-Fund, die 640.237 £P beträgt, enthält auch die Ausgaben für Unterstützung aller Art in der Höhe von 317.489 £P; von dieser Summe wurden ausgegeben: a) Für allgemeine Unterstützungen und Flüchtlingshilfe 45.146 £P; b) für Witwen und Waisen 30.738 £P; c) Unterstützungen und Darlehen zur Konsolidierung in Stadt und Land 89.440 £P; d) für dringende Sicherheitsmaßnahmen 23.429 £P; e) für Rechtshilfe und Gefangenenfürsorge 11.564 £P; f) für medizinische Hilfe 13.407 £P; g) für den Bau der Jeschiwa in Hebron (in Jerusalem) 14.502 £P; h) für Handel und Industrie 11.076 £P; i) für Ausgaben des Emergency-Fund im Zusammenhang mit der Untersuchungskommission der Regierung und der Klagemauerkommission (das Hilfskomitee in New York überwies 28.850 £P mit besonderer Zweckbestimmung als Beteiligung an diesen Ausgaben) 56J&6 £P; j) allgemeine und Verwaltungskosten 21.401 £P, das heißt insgesamt 317.489 £P. Durch die verschiedenen Komitees wurden in den einzelnen Orten des Landes wichtige Arbeiten ausgeführt. Hervorzuheben ist diejenige, die auf die Organisierung der Unterstützung für alle betroffenen und geschädigten Schichten in materieller und moralischer Hinsicht aufgewendet wurde. Wie erwähnt, wurden die Schäden der Juden damals auf 1,000.000 £P geschätzt; nach Herausnahme einiger Posten aus der Entschädigungsliste, die die Regierung nicht anerkannte, verminderte sich der Entschädigungsbetrag auf 805.000 £P; tatsächlich bewilligte die Regierung jedoch nur 100.000 £P als Gesamtentschädigung für alle Betroffenen, Juden und Araber, und zahlte insgesamt 99.316 £P aus, davon 89.776 £P an die Juden (59.641 £P für Vermögensschäden und 30.135 £P an die Familien der Getöteten und Verwundeten) und 9540 £P an die Araber (3550 £P für Vermögensschäden und 5990 £P den Angehörigen der Getöteten und Verwundeten). EHe Gesamtausgaben des Emergency-Fund für Wiederaufbauarbeiten betrugen nach dem Bericht 322.748 £P; davon waren 97.314 £P Ausgaben ä fond perdu, 225.434 £P Anleihen und Anlagen, und zwar: a) Für den Wiederaufbau in Safed und in Hebron 22.933 £P; b) für den Wiederaufbau und die Konsolidierung in den landwirtschaftlichen Siedlungen Beer-Tuvia, Hartuv, En-Setim, Moza und Kfar-Uria 73.765 £P: c) für Wohnungsbeschaffung in Jerusalem und Haifa 54.836 £P; d) für Bodenkäufe im Emek Jesreel, in Kfar Saba und in Moza 5887 £P: e) für Sicherheitsbauten und Straßenbau (auch in der Stadt), Errichtung von Telephonanlagen und Umzäunungen landwirtschaftlicher Siedlungen 42.977 £P;