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Palästina · 1937-04-01 · Heft 4 (April 1937) · p. Seite 175

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 4 (April 1937)
Article
Die Wasservorräte Palästinas und ihre Nutzbarmachung
Date
1937-04-01
Page
Seite 175 (sequence 7)
Language
German
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Schüttung ist nicht sehr groß. An der Ostgrenze von Beth Alfa ist Ein Sahna gelegen, mit etwa 180 Liter per Sekunde. Nicht weit davon liegt Ein el Asi, etwa 1 m3 per Sekunde; südlich davon die Quellgruppe Ein Jemmain, etwa 650 Liter per Sekunde; noch weiter südlich Ein Dschausaq, etwa 600 Liter per Sekunde und endlich Ras el Maddua, etwa 400 Liter per Sekunde. Auffallend ist die Zunahme der Temperatur sowie auch des Salzgehaltes von Ein Charod bis Ein Sahna—Ein el Asi, während von dort ab sowohl Temperatur als auch Salzgehalt des Quellwassers wieder abnehmen. Folgende Zahlen geben den Gehalt an Chlor in Milligramm per Liter an: Ein Charod — etwa 110; Ein el Sahna — etwa 1060; Ein el Asi — etwa 920; Ein Dschemmain, obere Gruppe — etwa 276; Ein Dschausaq — etwa 228; Ras el Madua — etwa 89. Die Hule-Ebene. Abgesehen von den Quellflüssen des Jordan, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll, ist diese Ebene durch zwei Quellreihen ausgezeichnet, welche sie auf ihren West- sowie dem Ostrande einfassen. Die westliche Reihe wird vom Gebirgsgrundwasser des Oberen Galil gespeist, welches auf der westlichen Rand- Verwerfung aufsteigt und zum Teil zutage tritt; die östliche, wesentlich wasserreichere, verdankt analog ihre Entstehung dem Grundwasser, welches aus Syrien und Transjordanien entstammt. Die Ebene selber ist gleichfalls reich an Grundwasser. Es wurde erstmalig mittels einer Bohrung im Jahre 1934 bei Ajeleth Haschachar erschlossen. Das Jordan~TaL Über den Jordan selbst soll in dieser Veröffentlichung nichts gesagt werden. Regelmäßige Wassermessungen werden seit vielen Jahren von der Palestine Electric Corporation zwischen dem Hule-See und dem Kraftwerk Naharajim, sowie an der Allenby-Brücke von der Regierung ausgeführt. Eine weitere hydrologische Bedeutung hat das Jordan-Tal und das Tote Meer als Sammelader für alle Tages- und Grundwässer, welche in Palästina nach Osten, in Trans Jordanien nach Westen drainieren. Ein Teil des Grundwassers tritt in den tief eingeschnittenen Seitentälern des Jordan-Toten Meer-Grabens zutage (Wadi Fara bei Nablus; Wadi Qilt zwischen Jerusalem und Jericho) oder ist erbohrt worden (Jawneel); ein Teil tritt am Steilrande des Jordan-Grabens oder nahe demselben zutage (Ein Nueime und Ein Duyuk) nördlich von Jericho; die Elisha-Quelle oder Ein el Sultan beim Teil des alten Jericho; die versalzenen Quellen von Ein Faschkha). Alle diese letzteren Quellen haben eine beträchtliche Schüttung, welche meist das ganze Jahr hindurch nur geringe Schwankungen aufweist. Auch in der Jordan-Toten Meer-Senke ist, wie in den übrigen großen Ebenen, Grundwasser zu erwarten. Nachdem letzthin eine Tiefbohrung der Regierung zwischen Jiftlic Fara und Jericho erfolgreich war, ist diese Hoffnung schon keine bloße Spekulation mehr. Zusammenfassung. Zusammenfassend ist zu sagen, daß in fast allen großen Ebenen Grundwasservorräte vorhanden sind. Als oberster Horizont erscheint dasjenige Grundwasser, welches in den durchlässigen Partien der jungen Sedimente der Ebenen sich bewegt, welche auf undurchlässigen Ablagerungen des Unterpliozän und älterer Formationen ruhen. Unterhalb dieser kann man meistens in den abgesunkenen Gebirgsschichten einen oder mehrere Horizonte des Gebirgsgrundwassers erwarten. Dies ist besonders leicht in der Nähe des Gebirgsrandes zu erschließen, wo die Randverwerfungen der Ebenen verlaufen. Diese Randverwerfungen sind sehr oft ausgeprägte Quellinien, auf denen Gebirgsgrundwasser zutage tritt.

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