Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 4 (April 1937)
- Article
- Die Wasservorräte Palästinas und ihre Nutzbarmachung
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 174 (sequence 6)
- Language
- German
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diese Quellen offenbar von Gebirgsgrundwasser, welches wohl auf der Rand Verwerfung aufsteigt. Diese verläuft wahrscheinlich in geringer Entfernung von dem Dorfe Kabri. Weitere Quellgruppen, welche demselben Wasserhorizonte angehören, sind die Quellen im Wadi Jaathun, welche allerdings in schlechten Regenjahren während des Sommers versiegen, und die perennierenden Quellen im Wadi Qurn. In chemischer Beziehung weisen die Wässer dieser Quellen untereinander nur geringe Unterschiede auf, was wegen ihres Ursprunges aus demselben Wasserhorizont nicht weiter verwunderlich ist. In der Ebene selber ist bisher nur ein einziger, zwar nicht sehr mächtiger, aber ergiebiger Grundwasserhorizont erschlossen worden. Es handelt sich dabei um das Hauptgrundwasser dieser Ebene. In seinen Eigenschaften ist es fast durchwegs dem Kabri-Wasser ähnlich. Nur in der Nähe der Stadt Akko ist es, wie bereits erwähnt, stärker versalzen. Sein Ursprung ist großenteils in aufsteigendem Gebirgsgrundwasser zu suchen. Das Gebirgsgrundwasser ist in dieser Ebene noch nicht erschlossen worden, obwohl dies durch genügend tiefe Bohrungen möglich sein dürfte. Wenn die Tiefe, in der es angetroffen wird, nicht allzugroß ist, kann es für Bewässerungszwecke unter Umständen durchaus in Frage kommen. Am aussichtsreichsten erscheinen solche Versuche in der Nähe der Randverwerfung. Westliches Emek Jesreel (Kischon~Eberve). Gebirgsgrundwasser verschiedener Horizonte ist längs des ganzen südwestlichen Randes der Ebene zu erwarten. Ein deutliches Anzeichen dafür ist die Quellinie längs der Straße Jokneam—Mischmar Haemek —Megiddo—Dschenin. Außerdem wurde Gebirgsgrundwasser erbohrt bei Jokneam und bei Mischmar Haemek. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß auch in dieser Ebene das Gebirgsgrundwasser auf der Randverwerfung aufsteigt und, so weit es nicht in den Quellen zutage tritt, in den wasserdurchlässigen Partien der Ebenensedimente Grundwasserhorizonte bildet. Die Frage ist nur, wie weit diese Sedimente eine genügende Durchlässigkeit aufweisen, um Grundwasserhorizonte zustande kommen zu lassen; die bisherigen Bohrergebnisse sind leider nicht günstig. Möglicherweise sind die untersten Lagen dieser Sedimente etwas aussichtsreicher4. Östliches Emek Jesreel. Das Grundwasser, welches Verfasser seit 1932 immer wieder für diese Ebene voraussagte, ist nunmehr in einer größeren Anzahl von Bohrungen nachgewiesen. Es handelt sich zweifellos um Ebenengrundwasser, das in Sedimenten vorkommt, welche jünger als das Gilboa-Gebirge sind, aber wohl in hohem Maße vom Gebirgsgrundwasser des Gilboa gespeist wird. Dieses Grundwasser steigt auf den Verwerfungen am Fuße des Gilboa auf. Zum Teil tritt es in den Quellen zutage, welche sich am Rande dieses Gebirges finden, der Rest aber dringt in. die wasserdurchlässigen Partien der Ebenensedimente ein. Das so entstehende Grundwasser fließt in Richtung auf das Jordantal ab und gibt an den steil abfallenden Terrassen der Beisan-Ebene Anlaß zur Bildung vieler Quellen. Auf die Quellinie am Gilboa-Rande wurde bereits hingewiesen. Sie beginnt im Westen mit Ein Miete, unterhalb des Dorfes Zerain. Sie ist sehr schwach. Östlich davon kommt die bekannte Goliath-Quelle, Ein Charod. Sie schüttet etwa 150 Liter per Sekunde. Weiter nach Osten kommen Ein Rihanija und Ein Ghazlan. Beider * Vgl. Picard, Conditions of Underground water in the westera Emeq; Basalt-gravel series.